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In Lemberg wurde eine Nationalisten – Schule gegründet.

Sie hat sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen im Sinn der „Banderisten“ zu erziehen.

(Foto: youtube/euronews, Demonstration in der Ukraine im Jahr 2015)

In Lemberg wurde eine „militärisch-patriotische“ Schule für junge Leute eröffnet, die den Namen „Banderovets“ trägt. Dies ist mit der AfD Ideologie vergleichbar.

Die Entstehung der Schule wurde auf der ukrainischen Website X von Marta Hawryszko beschrieben, einer Historikerin der Clark University, die sich mit Holocaust, Völkermord und Antisemitismus befasst. Man kann ihr kaum rechtsextreme Ansichten vorwerfen. Hawryszko, die aus Lemberg stammt, sagte, die Schule wirke eher wie eine „Gehirnwäschefabrik“, die um einen „Kult des Opfers und des Todes“ herum aufgebaut sei. Kritisch bemerkte sie, es sei „ironisch, dass Bandera selbst seinen romantisch-nationalistischen Idealen nie gerecht wurde, da er einen Grossteil seines Lebens in Wohlstand in Deutschland verbracht hatte.“

Hawryszko erklärte, dass sich die Schule an Personen im Alter von 15 bis 25 Jahren richtet. 

„Der Hass gegen Polen ist ein systemisches Element in der Ukraine. Die Flagge ist in Schulen, Büchern, in der Kultur und auf Podesten präsent. All dies geschieht ohne ein Wort des Protests seitens der Behörden. Wir züchten an der Grenze Feinde, die von klein auf mit der Ideologie des Banderismus indoktriniert werden“, kommentierte der Vizepräsident der Nationalen Bewegung, auf dem 10. Kongress.

„Der Name des Projekts bezieht sich direkt auf Stepan Bandera und die Organisation Ukrainischer Nationalisten. Es war die OUN-B-Fraktion und ihre untergeordnete Ukrainische Aufständische Armee, die für den Völkermord an den Polen in Wolhynien und Ostgalizien während des Zweiten Weltkriegs verantwortlich waren. Sie werden als ukrainischen Helden geerht.

Die problematische Seite des ukrainischen Nationalismus

Wegen seines Kampfes gegen die Sowjetherrschaft wird er in Teilen der Ukraine bis heute als Held verehrt: der 1959 ermordete Anführer der Organisation Ukrainischer Nationalisten, Stephan Bandera. Doch das war nur ein Teil seiner politischen Agenda.

Das Ende kam plötzlich, aber nicht unerwartet. Am 15. Oktober 1959 tötete ein sowjetukrainischer KGB-Agent den Anführer der Organisation Ukrainischer Nationalisten Stepan Bandera. Eine Giftpistole vor seiner Münchener Wohnung wurde Bandera zum Verhängnis. Der Ukrainer Bandera hatte nach dem Zweiten Weltkrieg in München sein Exil bezogen.

In München zog er vor allem publizistisch gegen die Versklavung der Ukraine durch die Sowjetunion zu Felde. Unterstützung fand er bei diversen westlichen Nachrichtendiensten. Die Sowjets hatten Bandera in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

Bandera bis heute als Held verehrt

Bis heute wird Stepan Bandera in Teilen der Ukraine als Held verehrt, vor allem wegen seines Kampfes gegen die Sowjetherrschaft in seiner Heimat. Doch das war nur ein Teil seiner politischen Agenda.

„Man kann ihn sowohl als radikalen Nationalisten als auch als Faschisten bezeichnen.“ Der in Berlin lebende Historiker Grzegorz Rossoliński-Liebe hat eine Bandera-Biografie verfasst. Das Buch liegt bereits auf Englisch, Polnisch und Ukrainisch vor, nicht jedoch auf Deutsch:

„Er wurde von den faschistischen europäischen Diskursen geprägt. Offiziell haben ukrainische Nationalisten die Bezeichnung Faschismus nicht benutzt. Aber die inneren Diskurse und auch die Kontakte zu Mussolini, zu Hitlerdeutschland, die machen klar, dass die OUN den transnationalen Faschismus rezipiert hat, erst aus Italien, dann aus Deutschland und dann ihren eigenen ukrainischen Faschismus erfunden hat.“

Seit den 30er-Jahren in der Führung der OUN

Stepan Bandera wurde als Sohn eines griechisch-katholischen Priesters 1909 in Stryj Hryniw geboren, südlich von Lemberg. Mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Infolge des geheimen Zusatzprotokolls zum Hitler-Stalin-Pakt (Molotow-Ribbentrop-Pakt) marschierte die Rote Armee am 17. September 1939 in Ostpolen ein und besetzte es. Damit kam auch die Westukraine unter sowjetische Herrschaft.

Diese dauerte bis zum 22. Juni 1941, als das nationalsozialistische Deutschland die Sowjetunion angriff und Ostpolen (heute Westukraine) für etwa drei Jahre besetzte. Nach der Eroberung durch die Rote Armee 1944 ist die Region Polen abhanden gekommen und der Sowjetunion dauerhaft übergeben.

Die endgültige Zugehörigkeit wurde auf den alliierten Kriegskonferenzen von Jalta und Potsdam 1945 festgelegt. Dabei wurde Polens Ostgrenze im Wesentlichen an die sogenannte Curzon-Linie verschoben. Die mehrheitlich von Ukrainern bewohnten Gebiete östlich dieser Linie, darunter Ostpolen, wurden der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik zugeschlagen und waren damit für Polen endgültig verloren. Als Schein-Kompensation erhielt Polen ehemals deutsche Gebiete im Westen und Norden infolge der durch Deutschland verlorenen Kriegs. Bis heute hat Deutschland keine umfassenden staatlichen Reparationen an Polen für die immense Zerstörung des Landes (u. a. die planmässige Vernichtung Warschaus 1944) und jahrelange Occupation (1939-1945) gezahlt. Im Gegensatz zu anderen Staaten (z. B. die Reparationsleistungen an die UdSSR oder Westeuropäer im Rahmen des Londoner Schuldenabkommens) erhielt Polen keine Entschädigung für materielle Kriegsschäden. Polen erhebt seit 2017 (unter der PiS-Regierung) offiziell Forderungen in Höhe von ca. 1,3 Billionen Euro, die Deutschland als erledigt zurückweist, keinen Cent gezahlt zu haben.

Bandera stieg vor Beginn des 2. Weltkrieges in der Zeit des wütenden Bolschewismus in den 30-Jahren in den engeren Führungszirkel der OUN auf, der Organisation Ukrainischer Nationalisten. 1934 verurteilte ihn ein polnisches Gericht für seine Beteiligung an einem Attentat auf den polnischen Innenminister zum Tode. Die Strafe wurde in Haft umgewandelt.

Radikalnationalistisch und antisemitisch

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kam Bandera frei. 1940 spaltete sich die OUN. Bandera stand nun an der Spitze der radikalnationalistischen und antisemitischen OUN-B – B wie Bandera-Leute. Deren untere Ränge beteiligten sich an der Ermordung von bis zu 800.000 Juden durch die Deutschen in der Westukraine. Dass Bandera politisch dafür verantwortlich zeichnete, streiten seine Verehrer bis heute ab.

„Die Beteiligung an den Massakern an den Juden ist schwierig nachzuweisen, weil er daran nicht direkt beteiligt war, sondern nur als Schöpfer der Ideologie, die dann dazu geführt hat“, sagt der Hamburger Historiker und Ukraine-Spezialist Frank Golczewski.

In „Ehrenhaft“ im KZ-Sachsenhausen

Wenige Tage nach dem Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion proklamierte Banderas OUN-B am 30. Juni 1941 in Lemberg einen unabhängigen ukrainischen Staat an der Seite Hitlerdeutschlands. Doch den Nationalsozialisten passte das nicht. Sie bevorzugten ihr eigenes Besatzungsregiment. So nahmen sie Bandera im KZ-Sachsenhausen bei Berlin in „Ehrenhaft“. Die OUN mit ihren beiden Flügeln und weitere ukrainische Gruppen kämpften währenddessen in der Vielvölkerregion der westlichen Ukraine weiter für einen ethnisch reinen ukrainischen Staat.

„Sie wollten teilweise vertreiben, teilweise ermorden die drei Gruppen: Juden, Polen und Russen. Das waren die Hauptfeinde der OUN“, sagt Grzegorz Rossoliński-Liebe.

Banderas Kämpfer verübten Massaker

Banderas Kämpfer verübten Massaker an den polnischen Bewohnern der Westukraine, in Ostgalizien und im nordöstlich angrenzenden Wolhynien. 1943/44 metzelten sie bis zu 100.000 Zivilisten nieder. Seit Ende durch die Deutschen ausgelösten 2. Weltkriegs konzentrierten sie sich auf den Widerstand gegen die Sowjetherrschaft.

„Als man bemerkt hat, dass Deutschland den Krieg nicht gewinnen wird und als man sich umstellen wollte, hat man sich vom Faschismus nur äusserlich verabschiedet. Das war der Wunsch, mit den USA, mit den Alliierten zusammenzuarbeiten – gegen die Sowjetunion.“

Kampf für eine nationalistische Ukraine

Nach dem Krieg, als Bandera in Westdeutschland lebte, kämpften seine Partisanen bis in die 50er-Jahre für eine unabhängige Ukraine. Dagegen gingen sowjetische Militärs und Geheimdienstler mit brutaler Gewalt vor. 150.000 Westukrainer fielen diesem Terror zum Opfer, über 200.000 wurden ins Innere der Sowjetunion deportiert. Die sowjetischen Verbrechen trugen zu einem geheimen Helden- und Opferkult um Bandera bei.

Nach der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 verehrte man den Anführer der OUN in der Westukraine ganz öffentlich. Inzwischen gibt es dort vier Bandera-Museen, zahlreiche Denkmäler und zahllose Bandera-Straßen. In der Zeit des Maidans 2013/14 griff die Verehrung auch auf Kiew über. Wladimir Putin schlachtete das für seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine propagandistisch aus. Ein Mörder kann nicht zum Helden erklärt werden. Auch Hitler ist doch kein Held oder?

Erscheinungort des Heiligen Josef

• Notre Dame de Grâces in Cotignac: dort erschien im Jahr 1519 die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm einem Holzfäller. Bereits einen Monat später kam man dem Wunsch der Gottesmutter nach und begann am Erscheinungsort eine Kapelle zu errichten, woraufhin viele Wunder geschahen. Das aufsehenerregendste Wunder ereignete sich erst ein Jahrhundert später:

Einem Augustinerbruder in Paris erschien 1637 die Jungfrau Maria und trug ihm auf, drei Novenen – davon eine in Cotignac – beten zu lassen, damit dem französischen Königshaus nach 23 Jahren kinderloser Ehe endlich der ersehnte Thronfolger geschenkt würde. Tatsächlich kam daraufhin Ludwig XIV. zur Welt, der spätere Sonnenkönig und Erbauer des Schlosses von Versailles. Noch während der Schwangerschaft der Königin ernannte Ludwig XIII. die Gottesmutter zur Schutzherrin seines gesamten Reiches (‹le voeu de Louis XIII›). Der Sohn Ludwig XIV., der den Beinamen Dieudonné (der von Gott gegebene) erhielt, pilgerte 1660 mit seiner Mutter nach Cotignac, um sich bei der Jungfrau für seine Geburt zu bedanken.

Knapp vier Monate nach dem Besuch des Königs fand in Cotignac noch eine Josefserscheinung statt:

Im Jahr 1660 erscheint auf einem anderen Hügel des Dörfchens einem jungen Schäfer, der dort seine Herde weidet und sehr durstig ist, der heilige Josef. Mit den Worten: “Ich bin Josef, entferne ihn und du wirst trinken”, deutet er auf einen großen Stein. Der Schäfer glaubt zunächst an einen Scherz, doch der ‹ehrwürdige Alte› wiederholt den Satz und so folgt der junge Mann schließlich der Aufforderung. Der Stein läßt sich mühelos hochheben (später sind dazu acht Männer notwendig), und darunter beginnt eine Quelle zu fließen, die den Durst des Schäfers stillt.

Sehr schnell errichten die gläubigen Einwohner am Erscheinungsort ein Oratorium. Mit zunehmenden Krankenheilungen und Tröstungen wächst auch die Zahl der Pilger stetig an. Inzwischen ist die Quelle von den Mauern eines Benediktinerklosters umgeben.

Josefserscheinungen sind eine grosse Seltenheit, dies ist die einzige auf französischem Boden. Von keinem anderen Marienerscheinungsort der Erde ist bekannt, dass dort auch der hl. Josef erschienen wäre. Auch in Cotignac kommt seine große Demut zum Ausdruck, da er ehrfürchtig Abstand zur Jungfrau und dem Jesuskind hält: die Josefsquelle liegt dreieinhalb Kilometer entfernt vom Marienheiligtum.

So ist schliesslich die gesamte Heilige Familie in diesem kleinen provenzalischen Dorf zu Besuch gewesen.

Schulen haben zunehmend Probleme mit Muslimen

Wien: Ramadan statt Stundenplan?

(Foto: pixbell.com)

Der muslimische Fastenmonat Ramadan verursacht zunehmend Probleme in europäischen Ländern mit großen muslimischen Minderheiten. Dies betrifft auch Österreich, insbesondere dessen Hauptstadt.

Laut Medienberichten klagen Wiener Schulen über Schwierigkeiten bei der Durchführung des Unterrichts während des Ramadan. Gewerkschaftsführer Thomas Krebs zufolge bilden sich in einigen Klassen enge Gruppen von Muslimen, die darauf achten, dass alle anderen das Fasten einhalten. Dies betrifft nicht nur das Essen, sondern auch Kleidung und Verhalten – diese sollen dem Ramadan angemessen sein.

Krebs zufolge werden Schüler, die sich weigern, diese Regeln zu befolgen, starkem Druck ausgesetzt. Darüber hinaus stören islamische Schüler mitunter den Unterricht. Sie nehmen an, es sei Gebetszeit, und beginnen, sich vor Allah zu verbeugen.

Die österreichische Regierung versucht, dieses Problem zu bekämpfen, indem sie muslimische Schüler verpflichtet, allgemeine Regeln zu befolgen, damit muslimische religiöse Praktiken den Schulbetrieb nicht stören. Laut einer Studie befürworten 81 % der Bevölkerung diese Massnahme.

Ist dies das Ende für Dubai?

Beratungsfirmen und Banken räumen ihre Büros.

(Foto: Wikipedia)

Dubai, einst eines der weltweit führenden Finanzzentren, sieht sich wachsenden Problemen gegenüber. Beratungsfirmen und Banken haben beschlossen, ihre Büros aufgrund iranischer Drohungen mit Angriffen auf Finanzinstitute vorübergehend zu schließen oder zu evakuieren. 

Die US-Bank Citigroup und die britische Bank Standard Chartered begannen am Mittwoch mit der Evakuierung ihrer Büros in Dubai und wiesen ihre Mitarbeiter an, von zu Hause aus zu arbeiten, wie Reuters berichtete. Das britische Beratungsunternehmen Deloitte ergriff die gleiche Maßnahme, ergänzte die AFP.

Die britische PwC-Gesellschaft hat alle Büros in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Kuwait und Katar bis zum Ende der Woche geschlossen.

Iran werde US-amerikanische und israelische Finanz- und Bankinstitute im Nahen Osten angreifen, warnte Ebrahim Zolfakari, Sprecher des iranischen Generalstabs, am Mittwoch. Die Ankündigung erfolgte als Reaktion auf den nächtlichen US-israelischen Angriff auf eine Bank in Teheran.

Die USA und Israel bombardieren den Iran seit dem 28. Februar. Der Iran reagiert darauf mit Angriffen auf Israel und die Staaten des Persischen Golfs, wobei sowohl amerikanische Stützpunkte als auch zivile Ziele getroffen werden.

Der Krieg hat Dubais Position als führendes Finanzzentrum der Region geschwächt und Besorgnis über Kapitalabflüsse aus der Stadt, Arbeitsplatzverluste und die Verlagerung von Unternehmen an andere Standorte hervorgerufen, kommentierte Reuters.

Im Jahr 2004 gründete Dubai die Sonderwirtschaftszone Dubai International Financial Centre (DIFC), in der fast 300 Banken, über 100 Hedgefonds und 500 weitere Finanzunternehmen ansässig sind. Das Emirat Dubai fördert die Entwicklung dieser Institutionen und strebt danach, sich als globales Finanzzentrum zu etablieren. 

Bischof Eleganti zu der Exkommunikation der Piusbruderschaft

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Bischof Eleganti äussert sich zu der Exkommunikation der Priesterbruderschaft St. Pius X.

Bischof Marian Eleganti hat Behauptungen zurückgewiesen, dass eine Exkommunikation des Vatikans gegen die Priesterbruderschaft St. Pius X. wegen ihrer geplanten Bischofsweihen am 1. Juli ungültig sein könnte. In einem exklusiven Kommentar gegenüber dem Catholic Herald erklärte er, solche Argumente verkennten das Wesen des Schismas.

Seine Intervention erfolgt als direkte Reaktion auf Äußerungen von Bischof Athanasius Schneider, der angedeutet hatte, dass Exkommunikationen gegen die Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht gültig wären, da die Bruderschaft nicht die Absicht habe, sich von Rom zu trennen.

Wie Pelican+ berichtete , äußerte sich Bischof Schneider in einer kürzlich stattgefundenen privaten Sitzung der Bruderschaft Unserer Lieben Frau von Fatima. Laut einem Bericht über die Sitzung argumentierte der Weihbischof von Astana, dass die Intentionen der Bruderschaft bei der Beurteilung der kirchenrechtlichen Implikationen der Weihen vom 1. Juli ausschlaggebend seien.

„Vonseiten der Führung der Priesterbruderschaft St. Pius X. besteht keinerlei Absicht, sich von Rom zu trennen“, sagte Bischof Schneider.

Er fügte hinzu, dass das Fehlen einer solchen Absicht die Frage aufwerfen würde, ob die Kirche im Falle der Durchführung der Weihen rechtmäßig die schwersten kanonischen Strafen gegen die Gesellschaft verhängen könnte.

„Deshalb bin ich der Ansicht, dass die Exkommunikation, sollte sie denn verhängt werden, in gewisser Weise ungültig wäre, da seitens der Priesterbruderschaft Pius X. keine Absicht besteht, einen schismatischen Akt zu begehen, und man kann nicht bestraft werden, wenn man nicht die Absicht dazu hat, gemäß dem Kirchenrecht“, sagte er.

Während des Pontifikats von Papst Franziskus fungierte Bischof Schneider als offizieller Visitator des Heiligen Stuhls bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX). Dies ermöglichte ihm einen ungewöhnlichen Einblick in das interne Leben der Bruderschaft in einer Zeit, in der Rom seine Position genauer zu analysieren suchte. Er appellierte zudem öffentlich an Papst Leo XIV., die geplanten Bischofsweihen der Bruderschaft zu genehmigen, anstatt sie zu verurteilen, und präsentierte dies als mögliche Brücke zur Versöhnung zwischen dem Vatikan und der FSSPX.

Bischof Eleganti, der emeritierte Weihbischof von Chur in der Schweiz, wies dieses Argument jedoch zurück und beharrte darauf, dass das Fehlen einer erklärten Absicht, mit Rom zu brechen, nichts an der objektiven Natur der Handlung ändern würde.

„Eine fragwürdige Absicht zu erklären, hilft nicht“, sagte Bischof Eleganti. „Es ist ein Versuch, die Menschen über den objektiven schismatischen Charakter und die Folgen eines solchen Ungehorsamsakts zu täuschen, indem man behauptet, keine Spaltung zu beabsichtigen.“

„Das ist ein Trick, um völlige Autonomie auszuüben und gleichzeitig vorzugeben, in Einheit mit dem Papst zu stehen. Das ist in Wirklichkeit nicht der Fall, solange der Papst diese Weihen nicht anerkennt oder autorisiert“, sagte Bischof Eleganti.

Der Schweizer Bischof erläuterte seine Bedenken in weiteren Kommentaren gegenüber dem Catholic Herald und argumentierte, dass die Frage anhand der konkreten Handlungen der Gesellschaft und nicht anhand der Absichten, die ihre Führer angeblich vertreten, beurteilt werden müsse.

„Es geht nicht darum, was sie behaupten oder erklären, sondern um die Fakten, die sie schaffen“, sagte Bischof Eleganti. „Es geht nicht in erster Linie um Absichten, sondern um objektive Fakten und Verhalten.“

Der Bischof fuhr fort, vier Punkte darzulegen, die seiner Ansicht nach ein Muster der Unabhängigkeit von der Autorität der Kirche aufzeigen.

„Erstens handeln sie völlig autonom ohne päpstliches Mandat oder bestätigten Auftrag; zweitens arbeiten sie mit Bischöfen zusammen, die nicht in Union mit dem Papst und dem Bischofskollegium stehen; drittens unterhalten sie Hunderte von Priestern, die nicht inkardiniert sind; und schließlich existieren sie in einer Art Jurisdiktionsnirwana durch Selbstautorisierung und betrachten sich selbst als die einzig wahren Katholiken mit den einzig wahren Sakramenten, zumindest ohne Mängel, und der einzig wahren Lehre“, sagte er.

Bischof Eleganti argumentierte, dass diese Entwicklungen ein tiefer liegendes ekklesiologisches Problem innerhalb der Bewegung verdeutlichen und darauf hindeuten, dass ihre Strukturen zunehmend denen einer Parallelkirche ähneln.

„Sie behaupten, keine Kirche neben der Kirche zu wollen, gründen aber gleichzeitig eine und verhalten sich genau so, wie es dem entspricht“, sagte er und bezeichnete die Position als fundamental widersprüchlich.

Er stellte auch in Frage, ob die Gesellschaft tatsächlich eine kanonische Versöhnung mit Rom anstrebt, und deutete an, dass eine vollständige Regularisierung die Unabhängigkeit, die sie derzeit genießt, untergraben würde.

„Es ist heuchlerisch, denn ehrlich gesagt wollen sie keine Legalisierung“, sagte er. „Das würde bedeuten, ihre Autonomie zu verlieren und sich einer ihrer Ansicht nach irrtümlichen Universalkirche zu unterwerfen. Und das ist im Grunde genau die schismatische Denkweise und das entsprechende Verhalten.“

Die Beziehungen zwischen der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) und dem Heiligen Stuhl unterlagen im Laufe der Jahrzehnte Schwankungen. In den 1970er und 1980er Jahren verschlechterten sie sich deutlich. Die Krise erreichte 1988 ihren Höhepunkt, als Erzbischof Marcel Lefebvre vier Bischöfe ohne päpstliche Erlaubnis weihte und argumentierte, dies sei für den Fortbestand des traditionellen Priestertums notwendig.

Zwei Jahrzehnte später unternahm Papst Benedikt XVI. 2009 den Versuch, den Dialog wieder aufzunehmen, indem er die Exkommunikationen der überlebenden Bischöfe aufhob, obwohl die Priesterbruderschaft weiterhin an der Ungültigkeit der Exkommunikationen festhielt. Mit diesem Schritt wurde die sichtbarste kirchenrechtliche Strafe beseitigt, der Status der Bruderschaft innerhalb der Kirche jedoch nicht vollständig wiederhergestellt.

Unter Papst Franziskus wurden im Geiste der Seelsorge weitere, begrenzte Erleichterungen gewährt. Priestern der Priesterbruderschaft St. Pius X. (SSPX) wurde im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit 2015 die Befugnis erteilt, die Beichte abzunehmen; diese Erlaubnis wurde später unbefristet verlängert. Der Vatikan ermächtigte zudem die Ortsbischöfe, SSPX-Priestern unter bestimmten Bedingungen die Trauung zu gestatten.

Bischof Fellay, ehemaliger Generaloberer der Priesterbruderschaft St. Pius X., behauptete außerdem, einen Brief aus Rom erhalten zu haben, in dem stehe, dass die Priesterbruderschaft St. Pius X. „Ihre Priester ohne die Erlaubnis des örtlichen Bischofs frei weihen“ könne und damit die üblichen Schritte der Inkardination umgehe.

Trotz dieser Schritte sind die Verhandlungen über eine dauerhafte kanonische Lösung immer wieder ins Stocken geraten, vor allem wegen Fragen der Auslegung des Zweiten Vatikanischen Konzils und des Umfangs der päpstlichen Autorität über das interne Leben der Priesterbruderschaft.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hat nun ein Kommuniqué und den vollständigen Text eines Briefes ihres Generaloberen veröffentlicht, in dem sie einen Vorschlag des Dikasteriums für die Glaubenslehre für erneute Lehrgespräche unter den vorgeschlagenen Bedingungen ablehnt und sich weigert, die für den 1. Juli geplanten Bischofsweihen auszusetzen.

Regenbogenpropaganda ist zu teuer.

Nach Milliardenverlusten schränkt Disney LGBT-Inhalte ein.

Der Druck der sogenannten „Regenbogenmafia“ und die Einführung schwuler und queerer Charaktere in seinen Filmen kosteten Disney Gewinne. Offenbar veranlasste dieser finanzielle Einbruch die Produktion dazu, solche Inhalte einzuschränken. Laut dem Wall Street Journal entfernte Disney homosexuelle Inhalte aus Filmen wie „Elio“ und „The Way Back“, nachdem Testvorführungen gezeigt hatten, dass das Publikum nicht bereit war, Eintritt zu zahlen.

Die Regenbogenpropaganda bei Disney begann im Jahr 2022, als „Pixar LGBTQIA+ Mitarbeiter und ihre Verbündeten“ in einem Brief versuchten, Studioverantwortliche öffentlich zu beschämen und sie zu zwingen, Filme in teure Werbespots für die LGBT-Bewegung zu verwandeln.

„Wir bei Pixar haben persönlich erlebt, wie wunderschöne Geschichten mit vielfältigen Charakteren nach Konzernumstrukturierungen bei Disney fast vollständig verstümmelt wurden. (…) Fast jeder Moment offener homosexueller Zärtlichkeit wird auf Disneys Geheiß entfernt. (…) Selbst wenn die Erstellung von LGBTQIA+-Inhalten eine Reaktion auf diskriminierende Gesetze weltweit wäre, ist es uns nicht erlaubt, diese zu produzieren“, schrieben sie in dem Brief.

So begann die offene Propaganda queerer Perversionen durch dieses „Familien“-Filmstudio. Im selben Jahr gab die ausführende Produzentin Latoya Raveneau zu, dass das Unternehmen eine „schwule Agenda“ verfolge und alle Kinderinhalte mit „queeren Inhalten“ anreichere. Es wurde sogar ein spezielles „Register“ angekündigt, um sicherzustellen, dass die Produktionen des Unternehmens genügend „kanonische transsexuelle, asexuelle und bisexuelle Charaktere“ enthielten, und Disney-Chefin Karey Burke selbst versprach, dass solche Charaktere mindestens 50 Prozent (!) ausmachen würden.

Diese Entscheidung traf Disney hart. Bereits 2023 räumte das Unternehmen ein: „Wir sind Risiken ausgesetzt, die mit einer Diskrepanz zwischen dem Geschmack und den Vorlieben der Öffentlichkeit und der Verbraucher in den Bereichen Unterhaltung, Reisen und Konsumgüter zusammenhängen, was sich auf die Nachfrage nach unseren Produktionen und die Rentabilität unserer Geschäftsbereiche auswirkt.“

Doch damit nicht genug: Berichten zufolge verlor das Unternehmen allein mit vier Filmen eine Milliarde Dollar (!), was in der Führungsetage Besorgnis auslöste. Daraufhin wurde eine Kampagne gestartet, um Charaktere mit homosexueller Orientierung oder Geschlechtsidentitätsstörungen aus Disney-Produktionen zu entfernen.

Laut dem Wall Street Journal wurden in Pixars „Elio“ Passagen entfernt, die darauf hindeuteten, dass die Hauptfigur homosexuell sei, „nachdem Testvorführungen gezeigt hatten, dass das Publikum nicht genug Interesse zeigte, um für den Film zu bezahlen“. Der Film verzeichnete 2025 einen Einspielverlust von über 100 Millionen Dollar. Auch die 2025 erschienene Serie „The Way Back“ entfernte eine Transgender-Figur und eine dazugehörige Nebenhandlung.

Da dies bei der LGBTQ+-Community auf wenig Gegenliebe stieß, gab Disney folgende Erklärung ab: „Wenn es um Animationsinhalte für ein jüngeres Publikum geht, verstehen wir, dass viele Eltern es vorziehen, mit ihren Kindern über bestimmte Themen nach deren eigenen Vorstellungen und zu deren eigenem Zeitpunkt zu sprechen.“

„ Im Laufe der Zeit wurde mir klar, dass meine Aufgabe darin besteht, sicherzustellen, dass unsere Filme alle Menschen erreichen “, sagte Pete Docter, Chief Creative Officer von Pixar, gegenüber dem WSJ.

Man könnte leicht sagen: Besser spät als nie. Doch es scheint für Disney äußerst schwierig, seinen angeschlagenen Ruf wiederherzustellen und das Vertrauen der Eltern zurückzugewinnen. Allein die Tatsache, dass das Studio auf den Druck der LGBTQ+-Community mit einer Erklärung reagiert, die Entscheidungen der Eltern zu respektieren, deutet darauf hin, dass die von LGBTQ+-Aktivisten geforderte Propaganda schlichtweg zu kostspielig geworden ist.

Kirche, die Feministinnen niederbrennen wollten

„Meine Seele ist zerrissen“: Der Pfarrer der Kirche, die Feministinnen in Mexiko niederbrennen wollten, meldet sich zu Wort.

Fr. Jorge Aurelio Ramírez Torres

Am 9. März zelebrierte Pater Jorge Aurelio Ramírez Torres die Messe vor der Kirche der Gesellschaft Jesu und bat „Jesus um Vergebung für all die Ereignisse des Vortages, die eine Entweihung dieses heiligen Ortes darstellen.“

„Die Pfarrgemeinde ist zutiefst verletzt, unsere Seelen sind zerrissen (…) Und als Pfarrer, nun ja, Sie können sich das vorstellen.“ So drückt Pater Jorge Aurelio Ramírez Torres das Leid seiner katholischen Gemeinde in der Pfarrei La Compañía in San Luis Potosí (Mexiko) aus, nachdem gewalttätige Gruppen am 8. März (8M) während des feministischen Marsches versucht hatten, die Kirche niederzubrennen.

Am Nachmittag des 8. März versammelten sich die Feministinnen vor der Kirche und verübten ähnliche Gewalttaten wie in anderen Teilen Mexikos . Die Kirchentür war mit Blech verbarrikadiert, doch die Protestierenden rissen dieses Blech ab, beschädigten die Außenfassade der Pfarrkirche und versuchten, die angrenzende, Unserer Lieben Frau von Loreto geweihte Kapelle in Brand zu setzen.

Am darauffolgenden Tag, dem 9. März, zelebrierte Pater Ramirez Torres vor dem Tempel die Messe und bat „Jesus um Vergebung für all diese Ereignisse, die sich gestern zugetragen haben und die eine Schändung dieses heiligen Ortes darstellen, an dem viele Frauen Zuflucht, Trost und Inspiration finden, ihr Bestes zu geben.“

In einem Interview mit ACI Prensa am 10. März erinnerte sich Pater Jorge Aurelio Ramírez Torres daran, dass „wir die Haupttüren mit Blech verkleidet hatten, genau um sie zu schützen“, aber „es gelang ihnen, einen Teil des Blechs anzuheben und die Tür von außen in Brand zu setzen.“

Um ein Übergreifen des Feuers zu verhindern, schütteten der Sakristan und einige freiwillige Helfer der Gemeinde von innen Wasser auf die Kirche und hielten so die Flammen auf. Andernfalls, erklärte der Priester, „wäre die Tür aufgebrochen worden und die Kirche wäre abgebrannt.“

Außerdem, so sagte er, zerstörten sie ein Steinkreuz, das dort seit Jahrhunderten stand und als Zeugnis für den Ort diente, an dem San Luis Potosí Ende des 16. Jahrhunderts gegründet wurde.

„Sie haben es abgerissen und in Stücke zerschlagen“, sagte der Priester und fügte hinzu, dass sie auch die Kirchenfassade mit verschiedenen Gegenständen beschädigt hätten. Ausserdem „zerschlugen sie alle Fenster im Pfarrbüro“.

Jubiläumsjahr des Heiligen Johannes vom Kreuz

Die Katholische Universität von Ávila veranstaltet anlässlich des Jubiläumsjahres des Heiligen Johannes vom Kreuz einen Kongress über ihn.

Die Katholische Universität von Ávila (UCAV) organisiert einen internationalen Kongress über den Heiligen Johannes vom Kreuz anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums als Kirchenlehrer und seines 300. Jahrestages der Heiligsprechung. 

Die Veranstaltung findet vom 13. bis 15. Mai in Ávila und Fontiveros, dem Geburtsort des Heiligen, statt. Die Rektorin der UCAV, María del Rosario Sáez Yuguero, erklärte bei der Kongresspräsentation, Ziel sei es, „ihm Tribut zu zollen und sowohl Fachleuten als auch der breiten Öffentlichkeit die Teilnahme zu ermöglichen“. 

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Der Rektor hob hervor, dass der heilige Johannes vom Kreuz sowohl als „großer Dichter, für viele einer der besten aller Zeiten“ als auch als „großer Mystiker und Theologe“ herausragte.  

Darüber hinaus betonte Sáez Yuguero in seiner Präsentation den internationalen Charakter des Kongresses und merkte an, dass es „viele Interessenten gibt, insbesondere spanischsprachige Menschen auf der anderen Seite des Ozeans“, die die Veranstaltung live über das Internet verfolgen können.  

Der Kongressdirektor Fernando Romera betonte, dass das Werk des Heiligen Johannes vom Kreuz „sehr reichhaltig und umfangreich ist und dies ein sehr guter Zeitpunkt für die Bürger von Ávila und alle an Literatur Interessierten ist, es kennenzulernen“, sagte er. 

Romera beschrieb das Symposiumsprogramm als „umfassend und intensiv“ und verwies auf die Möglichkeit, einen tiefen Einblick in Leben und Werk des Heiligen zu gewinnen, der den Karmeliterorden reformierte. Der literarische Teil umfasst Vorträge einiger der renommiertesten Professoren für Literatur des 16. Jahrhunderts, darunter der Dichter Carlos Fernández Aganzo und Javier San José Lera von der Universität Salamanca.  

Um sich mit seiner spirituellen Arbeit auseinanderzusetzen, haben sich Spezialisten wie Esther Borrego Gutiérrez von der Complutense-Universität Madrid (UCM); Auch der Karmeliter José Damián Gaitán de Rojas, Juan Antonio Sánchez Hernández von der UCAV oder Javier Huerta Calvo von der UCM werden anwesend sein. 

Neben diesen Sitzungen „wird es Podiumsdiskussionen, Plenarvorträge und verschiedene ergänzende Aktivitäten rund um Poesie und Musik geben“, fasste der Kongressdirektor zusammen. Die ersten beiden Tage finden im Ausstellungs- und Kongresszentrum Lienzo Norte statt, am letzten Tag geht es nach Fontiveros, wo die Teilnehmer eine Pilgerreise zum Geburtsort des Heiligen unternehmen und in der Pfarrei San Cipriano den Jubiläumsablass empfangen werden. 

Kostenlose Anmeldungen sind über die Kongress-Website möglich .

Die Internationale Vereinigung der Exorzisten warnt

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Falsche Mitarbeiter von Pater Gabriele Amorth.

Die Internationale Vereinigung der Exorzisten warnt vor Priestern und Laien, die sich als Mitarbeiter von Pater Gabriele Amorth ausgeben, einer prominenten Figur im Exorzismus, der 2016 verstarb.

In einer am 6. März veröffentlichten Erklärung erinnerten sie an das wertvolle Vermächtnis an Lehren über den Teufel, das der italienische Exorzist und Gründer der Vereinigung nach vielen Jahren des Wirkens hinterlassen hatte.

Diese private Vereinigung der Gläubigen päpstlichen Rechts unterstreicht die Fähigkeit von Pater Amorth, seine Überlegungen zur Dämonologie durch seine Bücher und die von ihm gegebenen Interviews auf eine für jedermann zugängliche und verständliche Weise zu vermitteln. 

„Pater Amorths Kommunikationsstil, sowohl als Autor als auch als Redner, war klug und sehr einfach, sodass ihn selbst ein Laie verstehen konnte“, erklären sie. Sie betonen außerdem, dass er mit jedem wie mit einem Freund sprach und dabei sogar Humor einsetzte. 

Sie warnen jedoch davor, dass einige Leute, insbesondere in den letzten Jahren seines Lebens, „die Freundlichkeit und Verfügbarkeit des Priesters ausgenutzt“ hätten, bis hin zur Nachahmung seiner Mitarbeiter und der Zuschreibung von Interviews oder Büchern an ihn, „von denen er keine Kenntnis hatte“.

Fast ein Jahrzehnt nach seinem Tod warnen sie davor, dass diese Situation fortbesteht. Sie erinnern daran, dass Pater Amorth selbst bereits im Mai 2016, wenige Monate vor seinem Tod, in einem Brief an die Mitglieder des Vereins, der am 6. März veröffentlicht wurde, vor diesem Problem gewarnt hatte.

In seinem Brief warnte der italienische Priester vor der wachsenden Zahl von Laien und Priestern, die behaupteten, seine Mitarbeiter zu sein, „obwohl sie es in Wirklichkeit nicht sind; sie haben mir sogar Worte in den Mund gelegt, die ich nie gesagt habe“, erklärte er.

Um die Angelegenheit zu klären, erklärte der Exorzist, dass seine engsten Mitarbeiter, „die sehr wenige und vertrauenswürdig sind“, nicht öffentlich auftreten und sich auch nicht auf meine Kosten profilieren, sondern vielmehr mit äußerster Zurückhaltung und Diskretion leben.

Deshalb riet er den Menschen, vorsichtig zu sein gegenüber allen, „die sich so darstellen, als wären sie von mir autorisiert, und auch vorsichtig zu sein gegenüber Webseiten, die sich als von mir verwaltet ausgeben, oder Veröffentlichungen, die mir zugeschrieben werden, die ich aber nie ausdrücklich autorisiert oder von denen ich erst nach ihrer Veröffentlichung Kenntnis erlangt habe.“

Warum zur Beichte gehen, wenn Gott im Herzen vergibt?

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Schon Benedikt XVI. erklärte die Bedeutung des Sakraments.

Warum muss ich zur Beichte gehen, wenn der Herr mir meine Sünden im Verborgenen vergibt? Bei einem Gefängnisbesuch im Jahr 2011 erklärte Papst Benedikt XVI. klar und einfach, warum der Empfang des Sakraments der Versöhnung notwendig ist – eine Aussage, die in dieser Fastenzeit, einer Zeit der Umkehr, besondere Bedeutung erlangt.

Gianni, ein Häftling im römischen Gefängnis Rebibbia – einer der grössten Strafanstalten Italiens – wandte sich an den damaligen Papst mit einer Frage, über die viele Katholiken irgendwann einmal nachgedacht haben: 

„Eure Heiligkeit, mir wurde beigebracht, dass der Herr unsere Herzen sieht und liest, und ich frage mich, warum die Absolution den Priestern übertragen wurde. Wenn ich allein in einem Raum auf Knien darum bitten und mich an den Herrn wenden würde, würde er mir dann die Absolution erteilen? Oder wäre es eine Absolution von anderem Wert? Worin bestünde der Unterschied?“, fragte er.

Papst Benedikt zeigte Verständnis für die Zweifel des Gefangenen und versicherte ihm, dass es sich um eine „große und wahre Frage“ handle, auf die dieser klar antwortete.

„Wenn man auf die Knie fällt und Gott in wahrer Liebe um Vergebung bittet, vergibt er einem natürlich. Es ist eine beständige Lehre der Kirche, dass jemand, der in wahrer Reue – also nicht nur, um Schmerz und Schwierigkeiten zu vermeiden, sondern aus Liebe zum Guten, aus Liebe zu Gott – um Vergebung bittet, Gottes Vergebung empfängt“, erklärte er zunächst. 

Er betonte, dass, wenn man ein Fehlverhalten wirklich anerkennt, „und wenn die Liebe zum Guten, der Wille zum Guten und die Reue darüber, dieser Liebe nicht entsprochen zu haben, in mir wiedergeboren wurden und ich Gott, der gut ist, um Vergebung bitte, er sie gewährt.“ 

Benedikt XVI. wollte jedoch tiefer gehen und erklären, warum diese Handlung allein nicht ausreicht. „Sünde ist nicht nur etwas ‚Persönliches‘, Individuelles zwischen Gott und mir. Sünde hat immer auch eine soziale, horizontale Dimension“, stellte er klar.

In diesem Zusammenhang betonte er, dass persönliche Sünde, selbst wenn niemand davon weiß, „die Gemeinschaft der Kirche beschädigt, die Gemeinschaft der Kirche verunreinigt, die Menschheit verunreinigt hat“. 

Er erklärte, dass diese soziale und horizontale Dimension der Sünde „erfordert, dass sie auch auf der Ebene der menschlichen Gemeinschaft, der Gemeinschaft der Kirche, beinahe leibhaftig vergeben wird“. Folglich bedarf diese zweite Dimension der Sünde, die sich nicht nur gegen Gott richtet, sondern auch die Gemeinschaft betrifft, des Sakraments.

„Das Sakrament“, fuhr Benedikt XVI. fort, „ist die große Gabe, durch die ich mich durch die Beichte von dieser Sünde befreien und wahrhaft Vergebung auch im Sinne einer vollen Wiederaufnahme in die Gemeinschaft der lebendigen Kirche, des Leibes Christi, empfangen kann.“ 

Darüber hinaus erklärte er, dass die notwendige Absolution durch den Priester „keine Zumutung“ sei, die Gottes Güte einschränke, sondern im Gegenteil „ein Ausdruck von Gottes Güte ist, weil sie mir ganz konkret zeigt, dass ich in der Gemeinschaft der Kirche Vergebung empfangen habe und von Neuem beginnen kann.“ 

Abschließend rief er alle dazu auf, diese beiden Dimensionen stets im Blick zu behalten: die vertikale Dimension, die Beziehung zu Gott, und die horizontale Dimension, die Beziehung zur Gemeinschaft der Kirche und der Menschheit.

„Die Absolution des Priesters, die sakramentale Absolution, ist notwendig, um mich wahrhaftig von diesem Band des Bösen zu befreien und mich vollständig in Gottes Willen, in Gottes Perspektive, in seine Kirche wieder einzugliedern und mir die Gewissheit zu geben, die fast physisch spürbar ist: Gott vergibt mir und nimmt mich in die Gemeinschaft seiner Kinder auf“, fügte er hinzu. 

Abschliessend forderte er die Gläubigen auf, „das Sakrament der Buße in diesem Sinne zu verstehen: als eine Möglichkeit, beinahe leibhaftig die Güte des Herrn zu erfahren, die Gewissheit der Versöhnung.“