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Amtseinführung von Papst Leo XIV. am 18. Mai – am Geburtstag des heiligen Papstes Johannes Paul II.

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Nach seiner Wahl zum Papst wird Leo XIV. mit einer Messe auf dem Petersplatz ins Amt eingeführt. Der Vatikan gab nun das Datum der Feierlichkeiten bekannt.

Mit einer feierlichen Messe auf dem Petersplatz soll Papst Leo XIV. am 18. Mai ins Amt eingeführt werden. Die Amtseinführung ist für 10 Uhr angesetzt, teilte der Vatikan am Freitag mit.

Wie bei seinen Vorgängern dürften mehrere Dutzend Staats- und Regierungschefs sowie Hunderttausende Pilger und Touristen aus aller Welt anreisen. Vorläufig wurden bereits alle Amtsingaberyder römischen Curie bestätigt.

Habemus Papam. Wer ist der neue Papst Leo XIV.

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Habemus papam. Kardinal Robert Prevost wurde neuer Papst und nahm den Namen Leo XIV. an. Interessanterweise gehörte er während des Konklaves, das nur 24 Stunden dauerte, nicht zum breiten Favoritenkreis. Trotz allem applaudierte die versammelte Menge am 8. Mai [80.Jahrestag der Kapitulation Deutschland und Ende des 2._Weltkrieges)auf dem Petersplatz dem amerikanischen Papst. Was wissen wir über Robert Prevost?
Robert Prevost wurde der neue Papst. Dies wurde von den Kardinälen während des Konklaves beschlossen, das am 7. Mai begann.
Der Kardinal aus Chicago nahm den Namen Leo XIV. an. Er ist der erste Augustiner-Papst und der zweite Geistliche aus Amerika, der den päpstlichen Thron bestieg.
Prevost war unter anderem Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe und Vorsitzender der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika.
Der neue Papst hatte eine enge Beziehung zum verstorbenen Papst Franziskus, der ihn 2023 zum Kardinal ernannte.
In einer Rede, die er am 8. Mai auf dem Petersplatz hielt, betonte Leo XIV. die Notwendigkeit des Friedens und die missionarische Rolle der Kirche.

Robert Prevost wurde 1955 in Chicago geboren. Er ist der Sohn von Louis Marius Prevost französisch-italienischer Abstammung und Mildred Martinez spanischer Abstammung. Im Jahr 2023 wurde er von Papst Franziskus in den Kardinalrang erhoben. Bisher leitete er eines der wichtigsten vatikanischen Ämter, das für die Ernennung und Aufsicht der Bischöfe zuständig ist. Nun ist er der erste Augustiner-Papst und der zweite Geistliche vom amerikanischen Kontinent, der als Bischof von Rom dient.

Die ersten Worte von Leo XIV. „Das Böse wird nicht siegen“.

Robert Prevost fühlte sich schon immer als Priester berufen. Laut John Doughney, einem Klassenkameraden von Prevost in St. Mary’s, der von der Chicago Suntimes zitiert wurde, war die Berufung zum Priester von Papst Leo XIV. bereits in seiner frühen Jugend erkennbar. Ein ehemaliger Gemeindeangehöriger von St. Mary’s gab zu, dass der Kardinal schon als Teenager grosde Entschlossenheit und Bewusstsein in Glaubensfragen zeigte.

Robert Prevost wurde im Alter von 27 Jahren zum Priester geweiht. Seinen Doktortitel in Kirchenrecht erlangte er an der Päpstlichen Universität St. Thomas von Aquin in Rom. Seit 1985 ist er in Peru als Gemeindepfarrer, Missionar und Dozent tätig. Anschliessend kehrte er in die Vereinigten Staaten zurück, wo er von 2001 bis 2013 als Generaloberer des Ordens des Heiligen Augustinus diente.

Robert Prevost hatte ein sehr gutes Verhältnis zum verstorbenen Papst Franziskus. Der Website „Vatican News“ zufolge traf er ihn in Buenos Aires, als er ihn als General des Augustinerordens besuchte. Im Jahr 2014 ernannte Papst Franziskus Prevost zum apostolischen Administrator der Diözese Chiclayo in Peru und einen Monat später wurde er zum Bischof geweiht. 2015 wurde er offiziell Bischof von Chiclayo und 2018 zweiter Vizepräsident der Peruanischen Bischofskonferenz.

Im Jahr 2023 ernannte ihn Papst Franziskus zum Präfekten des Dikasteriums für die Bischöfe und zum Präsidenten der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika und erhob Prevost in die Würde eines Erzbischofs. Im September desselben Jahres wurde er zum Kardinal der Titelkirche St. Monica ernannt. Im Oktober ernannte ihn Franziskus zum Dienst in sieben Dikasterien, darunter dem Dikasterium für Evangelisierung und Glaubenslehre.

Am 6. Februar dieses Jahres wurde Kardinal Prevost in den Kreis der Kardinalbischöfe aufgenommen und der Papst verlieh ihm die Diözese Albano. Einige Wochen später leitete er ein Rosenkranzgebet auf dem Petersplatz für die Gesundheit von Papst Franziskus, der sich zu dieser Zeit in der Gemelli-Poliklinik in Rom aufhielt.

Robert Prevost nahm den Namen Leo XIV. an
Am 8. Mai sprach Robert Prevost vor der auf dem Petersplatz versammelten Menge bereits als Papst Leo XIV. – Wir wollen nicht nur, wir brauchen in unserer Zeit auch Frieden. Es ist der Friede des auferstandenen Christus, der entwaffnet, ein Gott, der uns alle bedingungslos liebt. Wir bewahren diese schwache, aber stets mutige Stimme von Papst Franziskus, der Rom segnete. Der Papst, der Rom segnete, gab der ganzen Welt seinen Segen. Lassen Sie mich diesen Segen fortsetzen, Gott liebt uns alle, […] wir sind alle in Gottes Händen. […] Gehen wir vereint voran, Christus führt uns, die Welt braucht sein Licht, sagte der neue Papst.

„Gemeinsam müssen wir danach streben, eine missionarische Kirche zu sein, die Brücken baut und Dialog fördert, die alle willkommen heisst, die unsere Barmherzigkeit, unseren Dialog und unsere Liebe brauchen“, sagte Leo XIV.

Der Camerlengo nimmt dem Verstorbenen Papst Franziskus den Fischerring am 21. April ab und zerstört ihn erst heute, am 6. Mai.

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Zu den bekanntesten Ritualen um den Tod eines Papstes gehört die Zerstörung des Fischerrings. Der goldene Ring ist eines der zentralen Insignien päpstlicher Vollmacht. Mit seinem Tod werden der Ring und das Siegel für päpstliche Dokumente vernichtet. Für wenige Tage steigt der Camerlengo, zu Deutsch Kämmerer, in dieser Zeit zu einem der mächtigsten Männer im Vatikan auf.
Zuvor hat der Camerlengo dem Papst seinen Ring in der Privatkapelle nach der offiziellen Feststellung des Todes abgenommen (Ostermontag, 21. April 2025) erst aber heute (6. Mai 2025) vernichtet. Bei den Generalkongregationen zerschlägt der Camerlengo beides vor den Augen der Kardinäle. Ausdrücklich erkennt die Ordnung für die Sedisvakanz und Papstwahl, die Apostolische Konstitution Universi Dominici gregis, den Generalkongregationen die Aufgabe zu, darüber zu wachen: „Sie sollen dafür sorgen, dass der Fischerring und das Bleisiegel, mit denen die Apostolischen Schreiben versehen werden, vernichtet werden“, heisst es in Artikel 13.
Heute Morgen, Dienstag, 6. Mai, fand die zwölfte Generalkongregation der im Vatikan versammelten Kardinäle zur Vorbereitung des nächsten Konklaves statt. Die Versammlung, die den Mitgliedern des Kardinalskollegiums vorbehalten war, begann mit einem Gebet und war Schauplatz einer umfassenden Diskussion über die wichtigsten kirchlichen und internationalen Themen.

Obwohl Kardinal Giovanni Battista Re die Kardinäle umgehend nach Rom berief und am Tag nach dem Tod von Papst Franziskus mit den Generalkongregationen begann, erfolgte die Annullierung des Fischerrings und des Bleisiegels erst heute Morgen – mit schuldhafter Verzögerung – in Anwesenheit des in der Neuen Synodenaula versammelten Kardinalskollegiums. Das wirft Fragen auf. Eine höchst symbolische und kanonische Geste, die ausdrücklich in der Apostolischen Konstitution Universi Dominici Gregis vorgesehen ist. Diese verlangt von den Kardinälen, „in einer der unmittelbar darauf folgenden Kongregationen“ „die dringendsten Entscheidungen zu treffen, um die Wahlvorgänge einzuleiten“, einschließlich der Aufhebung der offiziellen Instrumente der Macht Petrus. Doch entgegen dem Buchstaben und vor allem dem Geist der Norm haben der Dekan und der Camerlengo beschlossen, diesen Akt bis zur letzten Kongregation zu verschieben. Eine Entscheidung, die mehr als eine Frage aufwirft.

Für wenige Tage steigt der Camerlengo, zu Deutsch Kämmerer, in dieser Zeit zu einem der mächtigsten Männer im Vatikan auf. Denn mit dem Tod des Papstes treten alle Leiter der Vatikanbehörden geschlossen zurück. Bis zur Wahl des Nachfolgers übernimmt der Camerlengo die Verwaltung der Kirche und der päpstlichen Paläste. Während der sogenannten Sedisvakanz, der Zeit ohne Papst, trägt er die Verantwortung für die Verwaltung des Kirchenvermögens und übernimmt zentrale Aufgaben des Heiligen Stuhls – bis ein neuer Papst gewählt ist.

Petition: Schluss mit Kirchen-Lockdown

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In der Schweiz ist das Petitionsrecht im Artikel 33 der Bundesverfassung verankert. Der Artikel besagt, dass jede Person in der Schweiz das Recht hat eine Petition an eine Behörde zu richten, ohne daraus Nachteile zu erfahren. Dabei gibt es kein Quorum und keine Mindestanzahl an Unterschriften, die eine Petition erst gültig machen müssten.

Petition unterzeichnen BILD ANKLICKEN

„Mafia“ aus St. Gallen ist heute stärker denn je

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Es hat wenig Sinn, über die Aussicht auf die Wahl der Kardinäle Robert Sarah oder Raymond Leo Burke zum Papst zu spekulieren. Natürlich kann ein Wunder geschehen, aber es ist besser, sich auf das reale Szenario vorzubereiten.

Im Jahr 2013 dominierte die Gruppe aus St. Gallen das Konklave. Es waren die liberalen Kardinäle, die Jorge Mario Bergoglio förderten. Die Hauptakteure waren Walter Kasper, Achille Silvestrini, Cormac Murphy-O’Connor, Godfried Danneels und Theodore McCarrick.

Ihre Behandlungen sind in der Literatur gut beschrieben. Es genügt, das Werk von Austen Ivereigh, einem Vertrauten von Franziskus, mit dem Titel: „Der Prophet“, Julia Melonis Buch „Die St. Galler Mafia“ oder das Buch „Papst Franziskus und die St. Galler Mafia“ zu lesen.

Erzbischof Georg Gänswein sagte vor einigen Jahren offen, dass es 2013 zu Zusammenstössen zwischen der St. Galler Mafia und der Partei der Treue zu Christus gekommen sei. Leider war St. Gallen der Sieger.

Im Jahr 2025 ist die neue Mafia Sankt Gallen noch stärker.

Die Rolle der Königsmacher übernahm ab 2013 die Gruppe um die Kardinäle Reinhard Marx, Jean-Claude Hollerich und Mario Grech. Der letzte wird stark durch die Landeskirchen und u.a. Schweizer Bischof Felix Gmür unterstützt. Darauf weisst das Lobby-Artikel von Helena Jeppesen-Spuhler in «New York Times»: «Kirche muss partizipativer und inklusiver werden».
Wie kath-ch selbstredend sowie manipulierend kurz vor dem Konklave-Beginn berichtet: „die Schweizer Teilnehmerin an der Weltsynode in Rom in den vergangenen beiden Jahren und Vorkämpferin für eine synodalere Kirche,, hat es in die «New York Times» geschafft“. Gerade heut schrieb sie über die Herbst-Teilnahme 2024 an der Synode in Rom, und – warum auch immer – jetzt wird es in New York Times abgedruckt – halbes Jahr nachher, wohl aber über einem Papabile und dies vor dem Konklave! Hat sich New York Times sonst für Helena Jeppesen-Spuhler interessiert? Kaum. Nie vorher und wahrscheinlich auch nicht nachher wird New York Times von Helena Jeppesen-Spuhlers-Meinung wissen wollen. Da muss gefragt werden, wie viel Geld hat New York Times für diesen „Auftritt-Helena Jeppesen-Spuhler“ einkassiert und wer den Auftrag dazu erteilte und schlussendlich bezahlte?

Unter dem Titel «Francis Opened Discussions to Those Outside the Church Hierarchy. This Cardinal Would, Too» (zu Deutsch: «Franziskus öffnete Diskussionen für Menschen ausserhalb der Kirchenhierarchie. Dieser Kardinal würde das auch tun») ist am vergangenen Sonntag (4. Mai 2025) ein Zeitungsartikel über Kardinal Mario Grech, seine Rolle im Vatikan sowie zur Frage der Synodalität im kommenden Pontifikat erschienen.

Sie können auf die Unterstützung vieler Liberaler aus aller Welt zählen. Unter ihnen finden wir höchstwahrscheinlich Asiaten (Luis Antonio Tagle, William Goh, Tarcisio Kikuchi), Amerikaner (Robert Prevost, Blase Cupich, Joseph Tobin, Michael Czerny), Latinos (Leonardo Steiner, Jaime Spengler) oder Pseudo-Afrikaner (Jean-Paul Vesco aus Algerien oder Cristobal Lopez Romero aus Marokko). Darüber hinaus gibt es natürlich eine grosse Zahl von Europäern – Laszlo Nemet (Serbien/Ungarn), Jozef de Kesel (Belgien), Jean-Marc Aveline (Frankreich) und viele andere, insbesondere Italiener.

Es gibt keine andere Gruppe, die so kompakt und breit aufgestellt ist. Traditionalistische und konservative Kardinäle sind in der klaren Minderheit. Es fällt schwer, sich für einen von ihnen entscheiden zu können. Vielleicht gelingt es ihnen, eine Blockadefraktion zu bilden, die die von Marx, Hollerich und Grech unterstützten Kandidaten stoppt. Dies würde die Wahl eines Kandidaten ermöglichen, der von Mitgliedern der römischen Kurie unterstützt wird und sich als „Zentrist“ präsentiert.

Daher wäre die Wahl eines anderen Kardinals als eines erklärten Progressiven oder linken Zentristen schlicht eine grosse Überraschung.

So oder so: Wir können und müssen für alle Kardinäle um das Licht des Heiligen Geistes beten. Ungeachtet aller Machenschaften ist letztlich Christus selbst der Herr der Kirche.

Der deutsche Episkopat distanziert sich von Kardinal Müller

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Es geht um… Homosexualität und Geschlecht. Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich von einem der prominentesten Kardinäle, der am Konklave teilnehmen wird, distanziert: Gerhard Ludwig Müller. Es geht um … Homosexualität.

Kardinal Gerhard Müller, ehemaliger Präfekt der Glaubenskongregation, erwartet vom neuen Papst klare Lehren zu vielen Themen, darunter auch zur Frage gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Den meisten deutschen Bischöfen gefällt das nicht. Bischof Ludger Schepers, Delegierter der Deutschen Bischofskonferenz für Queer-Angelegenheiten, übte scharfe Kritik an Kardinal Müller und argumentierte, die Kirche müsse sich für Regenbogengemeinschaften öffnen.

Bischof Schepers zufolge findet er es „bedauerlich“, dass Kardinal Müller „die Sedisvakanz ausnutzt“, um der Kirche seinen Standpunkt aufzudrängen und ein „härteres Vorgehen“ gegenüber Homosexuellen zu fordern. Laut diesem Bischof liegt die Stärke der Kirche in „Liebe, Mitgefühl und Akzeptanz“. Auch mit der Kritik Kardinal Müllers an der Gender-Ideologie zeigt sich Bischof Schepers unzufrieden. Genderismus, so argumentiert der Bischof, „ist kein monolithisches Konzept, das es zu bekämpfen gilt; vielmehr beschreibt er die Vielfalt menschlicher Arten zu fühlen und zu erleben.“ „ Menschen lieben, fühlen und wollen geliebt werden – unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität “ – erklärte die Delegierte der Deutschen Bischofskonferenz für Queer-Angelegenheiten.

Der Bischof meinte sogar, dass die Worte Kardinal Müllers zur Gender-Ideologie nicht mit den Lehren Jesu Christi selbst vereinbar seien, da sie eher an Diskriminierung als an Liebe erinnerten. Papst Franziskus sollte in dieser Angelegenheit den richtigen Weg zeigen und stets bereit sein, sich um das Leid der Menschen zu kümmern und darauf zu reagieren.

„ Ich hoffe, dass die Ära von Franziskus in der Kirche noch nicht zu Ende ist, wie Kardinal Müller glaubt “, sagte Bischof Schepers und fügte hinzu, dass er auf die Fortsetzung der grundlegenden Linien des Pontifikats von Jorge Mario Bergoglio hoffe. Da sollte die Bibel noch hinzugeführt werden, wo die Homosexualität auch zum Thema wird, vgl. Sodom und Gomorra (1. Buch Mose/Genesis: Gen 18,16 – 19,29)
In Bibeltexten 3. Buch Mose/ Leviticus 18 und 20 werden gleichgeschlechtliche Sexualkontakte klar abgelehnt, da sie nicht der Fortpflanzung dienen.
Lev 18,22: „Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel. “
Lev 20,13: „Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen.“ Hinzu noch Römerbief aus dem Neuen Testament:
Röm 1,26-27: „Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen; ebenso gaben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer treiben mit Männern Unzucht“.

„Bergoglianer“ beim Konklave. Welche Kardinäle sind im Spiel?

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Die Mehrheit des Kardinalskollegiums geht auf die Wahl von Franziskus zurück – und es handelt sich um eine ausreichende Mehrheit für die Wahl seines Nachfolgers. Daher ist die Überzeugung weit verbreitet, dass der nächste Nachfolger des Heiligen Petrus ein Liberaler sein wird, der mit den Stimmen der „Bergoglianer“ gewählt wird. Muss das passieren?

An dem Konklave werden 133 Kardinäle teilnehmen und nicht 136, wie es angesichts des Alters der Kardinäle zu erwarten wäre. Kardinal Giovanni Becciu wurde von Franziskus seiner Kardinalsrechte enthoben und ist nun zurückgetreten. Auch Antonio Cañizares Llovera aus Spanien meldete eine Abwesenheit aus gesundheitlichen Gründen. Den gleichen Grund nannte auch John Njue aus Kenia, wobei in seinem Fall noch Zweifel hinsichtlich seines Alters bestehen – sein genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt. Ursprünglich war das Jahr 1944, aber letztes Jahr wurde das Datum auf Wunsch des Kardinals auf den 1. Januar 1946 geändert. So oder so wird es keinen Kardinal geben.

Franziskus nominierte 108 stimmberechtigte Kardinäle, was 81,2 Prozent entspricht. das gesamte College. Es gibt nur fünf Kandidaten von Johannes Paul II., einer davon, Peter Turkson, gehört eher der linksliberalen Fraktion an. Benedikt XVI. kreierte 21 Kardinäle, darunter aber auch so unkonservative Kardinäle wie João Braz de Aviz und Odilo Scherer aus Brasilien, Luis Antonio Tagle von den Philippinen und schließlich Reinhard Marx selbst aus Deutschland.

Zählt man die „Bergoglianer“ zusammen mit den Progressiven um Johannes Paul II. und Benedikt XVI., käme man auf insgesamt 113 Kardinäle, also 84,9 Prozent. alle. Dies reicht aus, um einen neuen Papst zu wählen, und mehr.

Die Schlüsselfrage ist daher, welches Profil die „bergoglianischen“ Kardinäle haben. Sind das alles eingefleischte Progressive? Sicherlich nicht. Zur Gruppe der Progressiven gehören sicherlich nicht Kardinäle wie Anders Arborelius, Gerhard Müller, Pierbattista Pizzaballa, Louis Raphael Sako, Daniel Sturla, Emil Paul Tscherrig oder etwa 10 afrikanische Kardinäle.

Dies bedeutet, dass die Gruppe der „Bergoglianer“ zusammen mit den älteren Progressiven mit maximal 97 Stimmen rechnen kann. Es dürfte unter den „Bergoglianern“ noch weitere Kardinäle geben, die trotz ihrer grundsätzlichen Offenheit für den Dialog mit dem Liberalismus keineswegs geneigt sind, fortschrittliche Ideen zu unterstützen. Um einen Papst zu wählen, werden in diesem Konklave 88 Stimmen benötigt. Es ist daher möglich, dass eine klar progressive oder auch nur linksliberale Gruppe nicht die erforderliche Mehrheit findet. Gleichzeitig könnten konservative Kardinäle nicht stark genug sein, um eine Sperrminorität zu bilden (45 Stimmen sind erforderlich).

Alles könnte daher von den Sympathien der „gemäßigten Bergoglianer“ abhängen: einer Gruppe von Kardinälen, die von Franziskus nominiert wurden, jedoch keinerlei Sympathie für die extremistische Agenda der Kardinäle Reinhard Marx und Jean-Claude Hollerich haben .

Welche Kardinals sind im Spiel? Obwohl die Vatikanisten diese Zahl ignorieren, hören wir ständig von Claudio Gugerotti , einem Diplomaten, der im Kaukasus arbeitete und apostolischer Nuntius in Weißrussland, der Ukraine und Großbritannien war. Gugerotti sieht sich selbst nicht als Liberalen und äußert sich grundsätzlich nicht zu Themen, die ihn zu einer Stellungnahme zwingen würden. Menschen, die ihn kennen, berichten, dass er im persönlichen Umgang äußerst sympathisch sei und auch Konservative ansprechen könne. Andererseits ist sein Werdegang sehr spezifisch: Er war ein Protegé von Kardinal Achille Silvestrini aus der Sankt Galler Gruppe, ohne jede pastorale Erfahrung, arbeitete auf außergewöhnlich schwierigen diplomatischen Gebieten und stieg rasch die Karriereleiter hinauf. Aus Rom heißt es, dass Gugerotti mit im Spiel ist und sein Name in Gesprächen zwischen den Kardinälen recht häufig fällt. Es ist jedoch nicht bekannt, wie viel Aufmerksamkeit seiner rätselhaften Karriere zuteil wird.

Viel häufiger beschreiben Vatikanisten Jean-Marc Aveline aus Marseille. Der Franzose ist ein erklärter Migrationsbefürworter – er wurde selbst in Algerien geboren. Die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare lehnte er ab, zeigte sich aber offen für Diskussionen über das Diakonat von Frauen und die Lockerung des Zölibats. Er ist ein großer Verfechter der Synodalität und möchte auch dem Klimaschutz große Aufmerksamkeit widmen. Die Franzosen saßen oft auf dem Thron des Heiligen Petrus, und das ist ein zusätzlicher Vorteil – nach Franziskus ziehen die Kardinäle möglicherweise jemanden aus einem bewährteren Land als Argentinien vor. Daher erscheint Aveline sowohl für Progressive als auch für „Bergoglianer“ ihres gesamten Spektrums als hervorragender Kandidat.

Weitere große Namen sind Luis Antonio Tagle und Matteo Zuppi . Tagle war einer von Franziskus‘ eigenen Favoriten – er wurde zum Kardinal mit dem Rang eines Bischofs ernannt, der höchstmöglichen Auszeichnung. Er leitete Caritas Internationalis und ist derzeit Vorsitzender des Dikasteriums für Evangelisierung (formal ist er Propräfekt, da das Dikasterium vom Papst selbst geleitet wurde). Tagle ist ein bekennender Progressiver: Er unterstützt viele linksliberale Ideen, darunter „Fiducia Supplicans“. Darüber hinaus ist er für seinen äußerst exzentrischen „Stil“ bekannt. Er sang „Imagine“ von John Lennon, kleidet sich gern sehr schlicht, reißt gern schräge Witze – das alles erinnert ihn ein bisschen zu sehr an Jorge Mario Bergoglio. Matteo Zuppi hingegen ist deutlich ernster – aber ebenso fortschrittlich. Er widersetzte sich der Segnung eines LGBT-Paares in seiner Erzdiözese nicht einmal vor „Fiducia supplicans“; Er schrieb die Einleitung zu einem fragwürdigen Buch über die Kirche und Homosexualität und ist ein großer Synodist. Zuppi scheint für gemäßigte Bergoglianer leichter zu schlucken zu sein als der fröhliche Tagle.

Manchmal wird auch Mario Grech erwähnt , ein großer Förderer der Synodalität, der als einer der Ersten die Heilige Kommunion auf Malta einführte. für Geschiedene und Wiederverheiratete, was ihm die Sympathie von Franziskus einbrachte. Aus Rom ist zu hören, dass Grech, wie Robert Prevost, lieber für andere Kardinäle spielt. Es ist jedoch möglich, dass er aufgrund seines starken Engagements für die Synodalität als attraktiver Kandidat gilt.

Gugerotti, Aveline, Tagle, Zuppi und Grech – diese vier Kardinäle scheinen heute im Mittelpunkt des Interesses der progressiven Fraktion zu stehen, die versucht, die Fantasie der Mehrheit der Kardinäle zu fesseln. Theoretisch hätten Zuppi und Tagle als die offenkundig fortschrittlichsten Vertreter weniger Chancen haben sollen, während Gugerotti, Aveline und Grech mehr Chancen hatten. Ob der „Bergoglianische“ Schlüssel jedoch ausreicht, um die Frage nach der persönlichen Identität des künftigen Papstes zu beantworten, werden wir wohl in einer Woche sehen.

Aus der Sicht überzeugter „Bergoglianer“ und hartgesottener Progressiver ist das Wichtigste, dass der künftige Papst das große Synodenprojekt von Franziskus fortführt. Alles andere tritt in den Hintergrund, denn die Synode zur Synodalität ist zu einem „Sack“ geworden, in den die gesamte revolutionäre Agenda geworfen wurde. Ein Papst, der die Weiterentwicklung des Synodalismus garantiert, wird für die „bergoglianischen“ und progressiven Kreise ein guter Papst sein. Die einzige Hoffnung besteht darin, dass es der konservativen Fraktion, die von den Kandidaten Benedikts XVI. kontrolliert wird, gelingt, einige Stimmen der gemäßigten „Bergoglianer“ auf ihre Seite zu ziehen, was ausreichen würde, um die Kandidatur des glühenden Synodisten zu blockieren.

St. Gallen 2.0. Werden die Progressiven erneut ihren Papst wählen?

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Beim Konklave 2025 sollen die Nachfolger der St. Galler Gruppe, die vor zwölf Jahren zur Wahl von Jorge Mario Bergoglio führte, die Hauptrolle übernehmen. Die führenden Persönlichkeiten dieser Fraktion sind die Kardinäle Reinhard Marx und Jean-Claude Hollerich.

Die Wurzeln der Gruppe aus St. Gallen reichen bis in die 1980er Jahre zurück und verbinden sie mit dem Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE). Vorsitzender dieser Organisation, die Bischöfe aus dem gesamten Alten Kontinent vereinte, war 1979 der liberale englische Kardinal Basil Hume, ein glühender Verfechter des Dialogs mit der Moderne – und vor allem des ökumenischen Dialogs. Er versuchte, in Europa eine Gemeinschaft von Kirchenleuten zu organisieren, die sich fortschrittlichen Ideen verpflichtet fühlten, wenn auch nicht in radikaler Form. Im Jahr 1986 übernahm der Erzbischof von Mailand, Kardinal Carlo Maria Martini, die Leitung des CCEE von Hume. Er galt als herausragender Bibelwissenschaftler und geschätzter Prediger. Martini war sogar noch fortschrittlicher als Hume – und noch entschlossener, ein europäisches Netzwerk gleichgesinnter Bischöfe und Kardinäle aufzubauen. Zu diesem Zweck nutzte er die ihm anvertraute Organisation bis 1993, als Kardinal Miloslav Vlk den Vorsitz des CCEE übernahm.

Martini, der keine von ihm kontrollierte Struktur mehr hatte, die es progressiven Geistlichen ermöglicht hätte, sich zu vernetzen, hatte eine neuartige Idee. Er baute eine Zusammenarbeit mit dem Bischof des Bistums St. Gallen in der Schweiz, Ivo Führer, auf. Die beiden begannen mit der Arbeit an der Vorbereitung eines ständigen Treffpunkts für diese Menschen. Das erste Treffen fand 1996 im Kloster Heiligenkreuztal in Deutschland statt. Gastgeber war Bischof Walter Kasper, der später Kardinal und wichtigste theologische Kopf des Pontifikats von Papst Franziskus wurde. Die nächsten Treffen fanden in St. Gallen selbst statt. Neben Martini, dem Führer und Kasper wirkten auch Karl Lehmann, Godfried Danneels, Cormac Murphy-O’Connor und Achille Silvestrini aktiv mit. Die Geistlichen fragten sich, ob ein Richtungswechsel in der Kirche möglich sei, da ihrer Meinung nach Johannes Paul II. das „Erbe des Zweiten Vatikanischen Konzils“ nicht angemessen erfüllt habe.

Das Sankt Gallen-Programm wurde 1999 von Kardinal Martini auf der von Papst Wojtyla einberufenen Europa-Synode angekündigt. Er sprach damals über die sich verändernde Rolle der Frau in der Kirche, den Zölibat, den Dialog mit der Moderne, eine Neubewertung einiger bioethischer Probleme und die Notwendigkeit, der Kirche einen Charakter zu geben, der stärker auf Synoden und regelmässigen umfassenden Konsultationen beruht. Damals brachte er die Idee zum Ausdruck, aus der sich der globale Synodale-Prozess 2021–2024 entwickelte.

Auch in St. Gallen wurde darüber diskutiert, wer im Konklave nach dem Tod des heiligen Johannes Paul II. unterstützungswert wäre. Schon im Jahr 2003 beschlossen die Mitglieder der Gruppe, dass es sinnvoll wäre, eine engere Beziehung zum Erzbischof von Buenos Aires (Argentinien), dem Jesuiten Jorge Mario Bergoglio, aufzubauen. Folgendes ist tatsächlich passiert. Beim Konklave 2005 war Bergoglio Ratzingers Hauptrivale. Allerdings hatte er aufgrund des Mangels an breiter Unterstützung keine wirkliche Chance zu gewinnen. Dies wissen wir aus mehreren zuverlässigen Quellen. Ein Tagebuch eines Teilnehmers dieses Konklaves, in dem der Verlauf der Abstimmung detailliert beschrieben wurde, gelangte an die Medien. Seine Wahrhaftigkeit wurde von Benedikt XVI. indirekt in seiner von Peter Seewald verfassten Biographie bestätigt und auch Papst Franziskus selbst bekannte sich öffentlich zu seiner Kandidatur im Jahr 2005.

Im Jahr 2013 lebte Carlo Maria Martini nicht mehr. Allerdings waren auch alte Mitglieder von Sankt Gallen-Gruppe bei den Treffen vor dem Konklave aktiv, insbesondere Kasper, Danneels und Silvestrini. Sie hatten auch die Unterstützung anderer einflussreicher Hierarchen, beispielsweise Theodore McCarrick aus den USA. McCarrick hat öffentlich erklärt, er habe andere Kardinäle ermutigt, für Bergoglio zu stimmen. Obwohl sich die Mitglieder von Sankt Gallen nach 2005 nicht mehr regelmässig trafen, gaben sie ihre Agenda nicht auf. Im Jahr 2013 organisierten sie sich deutlich besser und setzten erfolgreich die Kandidatur Bergoglios durch, der seinen Hauptkonkurrenten, den von der konservativen Fraktion geförderten Kardinal Angelo Scola, besiegte.

Im Jahr 2025 spielt das „alte“ St. Gallen-Gruppe angeblich keine Rolle mehr. Martini starb 2012, Karl Lehmann 2018, Silvestrini und Dannels 2019. Walter Kasper ist 92 Jahre alt und bereut wahrscheinlich, Jorge Mario Bergoglio unterstützt zu haben, denn in öffentlichen Erklärungen distanziert er sich von dessen Pontifikat. Das heisst allerdings nicht, dass die Progressiven aus dem Martini-Stall heute keinen Nachfolger hätten, der diesen Namen verdient. Im Gegenteil.

Neue-Sankt Gallen-Gruppe wird vor allem von zwei Kardinälen gegründet: Reinhard Marx aus München und Jean-Claude Hollerich aus Luxemburg. Marx wurde unter Benedikt XVI. zum Kardinal. Er ist eines der wichtigsten Mitglieder des Ordens vom Heiligen Grab (dazu gehören auch andere Schweizer Bischöfe von Basel, Chur oder Fribourg); leitete das deutsche Episkopat; den Synodalen Weg initiiert; war Mitglied des elitären Kardinalsrates. Darüber hinaus ist er Ehrenmitglied der deutschen Sektion des Rotary Clubs (Freimaurer, sehr aktiv in der Schweiz, hauptsächlich Amtsinhaber der schweizer Landeskirchen!). Er verfügt über einen äusserst grossen Bekanntenkreis, eine fröhliche und dominante Persönlichkeit und enormen Einfluss (bereits als Leiter des kommenden Konklave bereits gewählt worden!) Hollerich ist ein Jesuit, der viele Jahre in Japan tätig war. Er wurde von Benedikt XVI. zum Erzbischof von Luxemburg ernannt. Franziskus nahm ihn in die römische Kurie auf, verlieh ihm die Kardinalswürde und vertraute ihm die Leitung des Synodalenprozesses an, indem er ihn zum Generalrelator dieser Initiative machte. Sowohl Marx als auch Hollerich sind in europäischen Strukturen aktiv. Hollerich ist stellvertretender Leiter des CCEE. Er war auch Präsident der COMECE, einer ähnlichen, auf die Europäische Union beschränkten Organisation, und übernahm das Amt nach Marx. Beide vertreten eine äusserst liberale Agenda. Um es milde auszudrücken, Martini könnte im Vergleich zu ihnen konservativ erscheinen. Das Programm der beiden Kardinäle kann schlicht als der deutsche Synodaleweg mit all seinen Leckerbissen betrachtet werden, von Frauenfragen über Zölibat bis hin zu LGBT.

Wie die glaubwürdigen Beobachter der Ereignisse in Rom vor dem Konklave erzählten, führen Reinhard Marx und Jean-Claude Hollerich umfangreiche Kampagnen, um Stimmen für ihren Traumkandidaten zu gewinnen. Sie trafen sich mit Persönlichkeiten der progressiven Bewegung wie Robert Prevost aus den USA und Luis Antonio Tagle (übrigens auch schon mit Marx als Leiter der Konklave bereits gewählt) von den Philippinen zusammen. Zu ihren natürlichen Verbündeten zählen Kardinäle wie Mario Grech aus Malta, Laszlo Nemet aus Ungarn, Jaime Spengler und Ulrich Leonardo Steiner aus Brasilien, Matteo Zuppi aus Italien, Jean-Paul Vesco aus Algerien, Tarcisio Isao Kikuchi aus Japan, Robert McElroy, Joseph Tobin und Blase Cupich aus den USA – und natürlich viele, viele andere Progressive aus der ganzen Welt.

Es gibt keine öffentlich zugänglichen Informationen, die darauf schliessen lassen, dass Marx, Hollerich und „Neue Sankt Gallen-Gruppe“ im Allgemeinen die Aktivitäten durchgeführt hätten, die ausdrücklich durch das kanonische Recht verboten wären. Die Kardinäle können miteinander reden, Meinungen über andere Kardinäle austauschen und über die Aufgaben nachdenken, die dem neuen Papst bevorstehen. Eine breite Kampagne für den einen oder anderen Kardinal ist zulässig – und das neue St. Gallen-Gruppe betreibt diese Kampagne mit Nachdruck.

Sollte ihnen es gelingen und ihr Kandidat neuer Papst werden, hätten wir es mit Franz II. zu tun – möglicherweise mit einem noch radikaleren Programm der Links-Liberalen. Seine Hauptaufgabe wäre es, das Projekt der synodalen Transformation der Kirche zu sichern und weiterzuentwickeln. Dabei geht es vor allem darum, die doktrinäre und moralische Dezentralisierung der kirchlichen Lehre zu beschleunigen und zu vertiefen. Marx wie Hollerich und ihre Gefährten haben schon lange gewartet, dass der Heilige Stuhl ihnen gestatten würde, ihre äusserst fortschrittlichen Lösungen in ihren eigenen Ländern umzusetzen, ohne Rücksicht auf die gesamte Universalkirche. Die Aufgabe des Papstes von Neuen-Sankt Gallen-Gruppe wäre es daher, eine Situation herbeizuführen, in der die Ortskirchen wichtige neue Kompetenzen erhalten und beispielsweise verheiratete Priester, den Frauendiakonat oder die volle Interkommunion mit Protestanten local einführen könnten.

Alles deutet darauf hin, dass die Neue St. Gallen-Gruppe keine Erfolgsgarantie hat, denn die konservative Seite versucht, genügend Stimmen zu mobilisieren, um im Konklave eine Sperrmehrheit von 45 Stimmen zu erreichen. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass sich die Neue-St. Galler-Gruppe mit der zentral-liberalen Fraktion einigt und letztlich einen linksgerichteten Kompromisskandidaten unterstützt, der auch von weniger überzeugten Mitgliedern der konservativen Fraktion unterstützt wird. Für Neue-St. Gallen-Gruppe wäre dies zwar ein unvollständiger Sieg, aber zugleich eine Status-Quo-Garantie für die weitere Arbeit an der Umgestaltung der Kirche im Sinne einer links-liberalen Ausrichtung.

Paul Ch.

Der Autor kündigte für 2022 das Buch „Papst Franziskus und die St. Gallen-Mafia. Wer steckt hinter der Revolution in der Kirche?“ an; 2024 veröffentlichte er „Das Pontifikat der Krise. Warum ist Benedikt XVI. zurückgetreten?“ In beiden Büchern beschrieb er ausführlich die Aktivitäten der St. Galler Kardinäle.

Liberaler Kirchenzirkel: Als die St.Gallen Mafia einen Papst machte

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Als im Alter von 85 Jahren Kardinal Godfried Danneels in Belgien verstorben ist, kam ans Licht, dass er ein Mann war, der in den letzten 20 Jahren sehr oft in St.Gallen war. Daneels gehörte einer Gruppe von liberalen Kirchenführern an, die man als St.Gallen Mafia bezeichnete- und die im Hintergrund an einer neuen Kirche arbeitet.

Einer der ersten, der dem verstorbenen Kardinal gedachte, war Papst Franziskus. Kein Wunder. Denn Godfried Danneels und seine Mitstreiter der «St.Gallen Mafia» hatten vor Jahren vor allem eine Mission: Franziskus ins Papstamt zu verhelfen.

Danneels sorgte vor einigen Jahren für Aufregung, als er sich in Belgien für die Ehe von Homosexuellen stark machte. In der traditionell konservativ geprägten Kirche war er mit solchen Positionen ein Aussenseiter – aber nicht völlig alleine. Ein anderer ebenfalls liberal gesinnter Kardinal war der Deutsche Karl Lehmann. Er verstarb letztes Jahr – und auch er wird dem Kreis der «St.Gallen Mafia» zugeschrieben.

Dieser Kreis war sozusagen «halbgeheim». Er war keine offizielle Organisation, sondern ein loser Verband, der im Hintergrund an einer liberaleren katholischen Kirche arbeitete. Dass das nicht unter lautem Getöse erfolgte, liegt in der Natur der Sache.

St.Gallen war nicht zufällig das Zentrum der Aktivitäten. Der damalige St.Galler Bischof Ivo Fürer soll 1996 zusammen mit einem italienischen Kollegen den Anstoss für die Gruppe gegeben haben. Die regelmässigen Treffen wurden vom Bistum St.Gallen später sogar bestätigt. Beteiligt gewesen seien Kardinäle und Bischöfe, und es habe sich um «freundschaftliche Treffen» gehandelt. Dass dabei auch über die Papstnachfolge gesprochen wurde, wenn die Frage aktuell war, sei nur natürlich.

Der «Mafia»-Charakter im Sinn von gezielten Aktivitäten: Davon wollten offizielle Stellen allerdings nichts wissen. Demgegenüber stehen Aussagen von Kirchenkreisen, die über all die Jahre nichts von den Treffen in St.Gallen mitbekommen haben und die deshalb glauben, dass hier durchaus eine gewisse Heimlichkeit betrieben wurde.

Wie auch immer: Der Zirkel, der St.Gallen zum Zentrum machte, war letztlich erfolgreich – wenn auch auf Umwegen.

Einen ersten Anlauf nahm die «St.Gallen Mafia» 2005, als sie versuchte, einen argentinischen Kardinal zum Papst zu machen, der ihre Werte teilte. Der Name des argentinischen Kandidaten von damals: Jose Mario Bergoglio.

Es gelang nicht, Papst Benedikt übernahm. Das war der Kandidat, den die St.Galler Truppe um jeden Preis verhindern wollte, weil er für vieles stand, was sie nicht teilte.

Beobachter glauben, dass die «Mafia» nach dem gescheiterten Versuch einige Jahre gewissermassen inaktiv wurde und es keine weiteren Treffen gab. Die Gruppe nahm den Faden aber schnell wieder auf, als es nötig wurde. Benedikt legte sein Amt 2013 überraschend und sehr plötzlich nieder – und St.Gallen wurde wieder zum Nabel des innerkirchlichen Widerstands.

Man traf sich wieder. Und wieder wurde derselbe argentinische Kardinal ins Spiel als Nachfolger von Benedikt gebracht – und dieses Mal gelang es. Wir kennen Bergoglio heute als Papst Franziskus. Dass es gelang, einen Kandidaten im zweiten Anlauf durchzubringen, wird von Kirchenkennern als Meisterstück betrachtet.

Aller Heimlichkeit zum Trotz: Inzwischen ist die «St.Gallen Mafia» sogar zwischen zwei Buchdeckeln verewigt. Der päpstliche Berater Austen Ivereigh erwähnt die Gruppe in seiner Biografie über Papst Franziskus. Und er behauptet in dieser, der Kreis liberaler Kirchenmänner sei entscheidend gewesen bei der Wahl.

Der inzwischen verstorbene Kardinal Danneels sagte vor wenigen Jahren in einem Interview, man habe den Namen «St.Gallen Mafia» stets als etwas hochtrabend empfunden, aber tatsächlich habe man sich selbst mit der Zeit als «Mafia» bezeichnet.

In diesem Sinn hat St.Gallen Geschichte geschrieben. Auch wenn es niemand wirklich sagen will, ist diese Mafia noch jetzt am Werk.

80. Jahrestag der Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Ravensbrück

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Hunger, Zwangsarbeit, Krankheiten, unmenschliche pseudomedizinische Experimente und schliesslich Hinrichtungen – dieses Schicksal erwartete die Häftlinge, die ins deutsche Konzentrationslager Ravensbrück gebracht wurden. Es wurde vor dem Krieg im Jahr 1938 als einziges Lager des III. Lagers ausschliesslich für Frauen gegründet; Später wurde auch eine Herren- und Jugendabteilung gegründet. Der 30. April markiert den Jahrestag seiner Befreiung.

Das Lager Ravensbrück war fast während des gesamten Zweiten Krieges ein Ort der Folter und Hinrichtungen. Die Deutschen gründeten es 1938 als Lager für Frauen. Zwei Jahre später wurde auch eine Herrenabteilung eröffnet und 1942 eine Mädchenabteilung. Insgesamt waren dort 132.000 Menschen inhaftiert. Frauen und Kinder, 20.000 Männer und ca. 1.000 Mädchen. Menschen 27 Nationalitäten haben diese Hölle durchgemacht. Es gab etwa 40.000 Gefangene. Polnische Frauen, von denen nur 8.000 überlebten.

Ravensbrück war der Deutsche Ort von Massenhinrichtungen, vor allem polnischer und jüdischer Frauen. Vor ihrem Tod litten die Sträflinge jedoch unter Hunger und Krankheiten und wurden zu harter Arbeit gezwungen. Die schlimmsten Erfahrungen machten jedoch die grausamen pseudomedizinischen Experimente der SS-Ärzte.

Nach Angaben des polnischen Instituts für Nationales Gedenken führten deutsche Ärzte bei ihren Opfern unter anderem Gewebetransplantationen durch und infizierten deren Wunden. Sie untersuchten Bakterien, die gefährliche Infektionen wie Phlegmone, Tetanus, Gasbrand und Sepsis verursachen, testeten Reaktionen auf experimentelle Medikamente oder simulierten die Behandlung von Kampfwunden, bei denen Fremdkörper (z. B. Granatsplitter, Glas oder Sägemehl) in den Körper eingeführt wurden, und beobachteten den Heilungsprozess. Mit Medizin hatten sie nichts zu tun, es handelte sich lediglich um pseudowissenschaftliche Aktivitäten, die der verbrecherischen Ideologie des Dritten Reiches dienten.

Das Opfer dieser Experimente war Wanda Półtawska, Professorin und Vertraute des Heligen Papstes Johannes Paul II. Deutsche Ärzte behandelten Frauen wie Versuchskaninchen. Für ihre Experimente wählten die Nazis junge und gesunde Frauen aus – meist polnische politische Gefangene. Die „Kaninchen“ erlitten schreckliche Schmerzen. Wer nicht sofort starb, wurde zum Invaliden an Körper und Seele. Was die Opfer am Leben hielt, war die Hoffnung, dass die Verbrechen von Ravensbrück eines Tages ans Licht kommen und die Täter sich den Konsequenzen ihrer Taten stellen würden.

Die Hinrichtungen im Lager begannen 1941. Am 18. April 1942 wurden 13 polnische Frauen, hauptsächlich junge Pfadfinderinnen , erschossen, erinnerte sich Prof. Wanda Półtawska.

Die Zeit ihrer Lagerqualen war ihrer Erinnerung nach geprägt von grenzenlosem Schmerz, Verzweiflung und zugleich der grenzenlosen Sehnsucht einer zwanzigjährigen Frau nach Leben, Freiheit und Liebe. Die Befreiung des Lagers hatte für sie zunächst keine Bedeutung. Die Hungerkrankheit hatte sie körperlich so erschöpft, dass sie keine Kraft mehr hatte, ihren Arm zu heben. Gemeinsam mit anderen Häftlingen lag sie in einer Baracke, wo sie langsam starben. Jahre später erinnerte sie sich: „Eines Tages kam ein Mann, zerschnitt mit einer großen Schere den Stacheldraht, der dieses kleine Lager umgab, und rief: Mädchen, ihr seid frei! Worauf der andere Mann bei ihm sagte: Ihr Idioten, was schreit ihr so? Das ist eine Leichenhalle! Und ich lebte einfach und dachte nach. Und als ich dort mit der kalten Leiche einer Zigeunerin lag, beschloss ich, mein Medizinstudium zu beenden. Es klingt paradox: In dem Moment, als ich verhungerte und der Tod nur noch eine Frage von Tagen oder vielleicht sogar Stunden war, plante ich mein Leben.“

Nach ihrer Rückkehr nach Hause träumte sie jede Nacht vom Lager, sodass das Schlafen zur Qual wurde. Ich kehrte am 28. Mai 1945 nach einer zwanzigtägigen Reise nach Hause zurück. Gleich nach der ersten Nacht bemerkte ich etwas Erschreckendes: Jeden Tag, genauer gesagt jede Nacht, träumte ich von Ravensbrück. Die Lebhaftigkeit und enorme Plastizität der Träume machten es zudem unmöglich zu unterscheiden, ob es sich um einen Traum oder eine Fortsetzung des Lagers handelte. (…) Ich schob das Schlafengehen so lange wie möglich hinaus, ohne es jemandem zu sagen, und schließlich wurde die Anspannung dieser Nächte so groß, dass ich einfach nicht mehr zu Bett ging: Ich konnte die Träume vom Lager nicht ertragen … Wenn ich Angst vor Träumen hatte, schrieb ich … Ich schrieb nur nachts. (…) An einem sonnigen Morgen im Juli oder vielleicht August 1945 beendete ich es, legte es in eine Schublade und … schlief tatsächlich zum ersten Mal seit meiner Rückkehr ohne Träume ein. – schrieb sie in ihr Lagertagebuch mit dem Titel „Ich habe Angst vor Träumen“. Diese Memoiren waren zunächst nicht zur Veröffentlichung bestimmt und blieben bis Januar 1961 in einer Schublade. Das Buch wurde ins Japanische, Englische, Deutsche und Italienische übersetzt.

Am 30. April 1945 marschierte die Rote Armee in das Lager ein, in dem sich zu diesem Zeitpunkt nur noch 2.000 Häftlinge befanden. kranke Gefangene. Nach Kriegsende erschienen einige der Ravensbrücker Folterer – Ärzte, Wächter und andere Funktionäre – vor dem Militärgericht in Hamburg und dem Nürnberger Tribunal. Einige von ihnen wurden zum Tode verurteilt, die übrigen jedoch zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, aus denen sie um 1950 wegen guter Führung entlassen wurden. Viele Ärzte, die im Lager grausame Pseudoexperimente durchführten, erhielten von den deutschen Behörden die Erlaubnis, ihren Beruf weiter auszuüben.

1959 wurde das Museum Ravensbrück – Gedenkstätte gegründet. In diesem Jahr sind die Hauptfeierlichkeiten zum Jubiläum für den 4. Mai geplant.