Sonntag, Oktober 25, 2026
8.4 C
Zürich
Start Blog Seite 67

8. DEZEMBER – Mariä Empfängnis

0

Am 8. Dezember feiert die katholische Kirche das Fest Mariä Unbefleckte Empfängnis.Im Jahre 2024 wird dieses Fest durch den Adventssontag liturgisch auf den Montag, 9. Dezember verdrängt, In diesem Jahr sind es bereits 170. Jahre her als das Dogma der Unbefleckten Empfängnis Der Mutter Gottes Maria erklärt wurde (1854-2024). Die Mutter Gottes ist der erste Mensch, die auf das Wort Gottes gehört und danach gehandelt hat. Aus freiem Willen hat sie sich entschieden, Gott ganz zu vertrauen. Leider ist in unserer Zeit die tiefe theologische Dimension verloren gegangen, was die Bedeutung der Heiligen Gottesmutter anbelangt. Gott hat eine einfache Frau zur grössten Heiligen der Kirche auserwählt. Ohne ihr «Ja» wäre aber Gottes Plan nicht aufgegangen. Gott handelt nicht gegen den freien Willen der Menschen. Damit wurde Maria zur grössten Revolutionärin der Weltgeschichte.
Wir wollen als Katholiken dieser grossen Heiligen gedenken. Dies schon am Mittwoch, 7. Dezember um 18.30h wird der Rosenkranz am Wegkreuz (bei Frohsinn) in Gebenstorf gebetet. Jeder Rosenkranz ist ein Geschenk für den Beter selbst und für seine Umgebung. Gott wird bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten wenden!
Heilige Messe wird dann am 8. Dezember bei uns um 9h gefeiert.

Was die Kirche am 8. Dezember genau feiert?

Am 8. Dezember feiert die Kirche Mariä Empfängnis. Dies ist nur die Abkürzung für das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Dies bezieht sich jedoch nicht darauf, dass die Jungfrau Maria Jesus durch den Heiligen Geist empfangen hat – wie einige vermuten.
Da der 8. Dezember genau 9 Monate vor Mariä Geburt, also dem 8. September liegt, meint der Festtag Mariä Empfängnis, dass Maria selbst empfangen wurde. Gefeiert wird also die Zeugung Marias, der Mutter Gottes.
Ab Marias Zeugung war bestimmt, dass sie diejenige ist, die Gottes Sohn Jesus zur Welt bringen wird. Daher spielt dieser Tag eine besondere Rolle im katholischen Glauben und kann auch als Auserwählung Marias bezeichnet werden.
Das Besondere: Maria wird in der Religion als Erste frei von Erbsünde angesehen. Das bedeutet, der Glaube besagt, Menschen entfernen sich grundsätzlich durch boshafte Taten von Gott. Jesus kommt auf die Welt, um die Menschen vor diesem Unheil zu bewahren und Maria ist durch die Geburt Jesu die erste Person, die aus dem Zustand der Erbsünde entfliehen kann.

Die Schweizer Bischöfe wählen einen zu ihrem Präsidenten

0

„Verändert sich denn nie etwas? Die Bischöfe wählen einen zu ihrem Präsidenten, der gerade vom Vatikan kritisiert worden ist. Mangels Alternativen präsidiert Charles Morerod, Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, künftig die Bischofskonferenz“ – schreibt NZZ in der Online-Ausgabe.

Die Bischöfe der Schweiz wollen die katholische Kirche ohne fundamentale Veränderungen fundamental verändern. Das ist die Botschaft, die sie seit einiger Zeit vermitteln. Als im vergangenen Jahr ein weiterer Missbrauchsskandal die Kirche erreichte, sagte Joseph Maria Bonnemain, der Bischof von Chur: «Auch ich will eine ‹Revolution›, aber die werden wir nicht mit einer Revolution, mit Ungehorsam, mit Aufständen und Konfrontation zustande bringen.»

Und so wählen die Bischöfe am Mittwoch, 4.Dezember 2024 einen Mann zu ihrem Präsidenten, der noch im Oktober vom Vatikan kritisiert worden ist: Charles Morerod, 63, den Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg. Er sei in der Vergangenheit «naiv» gewesen, weil er die «Eignung bestimmter Kandidaten für kirchliche Ämter» nicht überprüft habe. Zudem habe er Missbrauchsvorwürfe nicht so untersucht, wie es vorgesehen gewesen wäre. So steht es offenbar in einem Brief, der «Ihrer Exzellenz» aber «keine wesentlichen Versäumnisse», keine Vertuschung oder Böswilligkeit unterstellen will.

Morerod zeigte sich im vergangenen Jahr über eine Studie der Universität Zürich schockiert, die mehr als tausend Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche der Schweiz offengelegt hatte, und er sagte, wenn er feststellen sollte, dass er grosse Fehler begangen habe, sei es besser, zu gehen. Ein Jahr später führt er die katholische Kirche als Präsident der Bischofskonferenz in die nächsten Jahre.

Die Mitteilung zu seiner Wahl ist drei Zeilen kurz, eine Gratulation oder eine Begründung gibt es nicht. Innerhalb der Kirche sprechen gut informierte Leute von einer Notlösung. Angeblich habe man Rom um eine Ausnahmegenehmigung für Felix Gmür, den Bischof von Basel, ersucht: Ob er nicht, auch wenn es die Statuten verbieten, noch für eine dritte Amtszeit ihr Präsident sein könne?

Jetzt verkörpert Charles Morerod die Konferenz der Bischöfe, die geweiht sind, um ihrem Kirchenvolk die Linie vorzugeben. Und die gleichzeitig eine Linie für sich selbst suchen. Nie war das offensichtlicher als im September des vergangenen Jahres, als die Missbrauchsstudie das Land erschütterte. Gleich drei Bischöfe baten damals in Zürich zum Gespräch. Sie waren stolz, dass sie den Forscherinnen die Archive geöffnet hatten, sie präsentierten Massnahmen, sie wollten Human-Ressources-Institutionen schaffen und – anders als vom Papst vorgesehen – auch jahrzehntealte Akten nicht mehr vernichten («Das ist eigentlich eine Ungehorsamkeitserklärung an Rom und Verstoss gegen das Kirchenrecht»).

Frankreich, Grossbritannien und Deutschland – Zuwachs der Diskriminierung an Christen in Europa.

0

Alarmierende Zunahme von Gewalt gegen Christen in Europa. Eine aktuelle Studie des Observatoriums für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa (OIDAC Europe) zeichnet ein düsteres Bild der aktuellen Situation von Christen in Europa. Die Zahlen für das Jahr 2023 offenbaren eine dramatische Entwicklung, die nachdenklich stimmen sollte.

Dramatischer Anstieg christenfeindlicher Übergriffe
Insgesamt seien im vergangenen Jahr 2.444 christenfeindliche Hassverbrechen in 35 europäischen Ländern dokumentiert worden. Besonders besorgniserregend sei die Situation in Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Allein in Frankreich hätten sich fast 1.000 Hassverbrechen ereignet, darunter zahlreiche Schändungen von Kirchen und Friedhöfen sowie mindestens 84 direkte Angriffe auf Personen.

Deutschland verzeichnet alarmierenden Zuwachs
In Deutschland sei die Situation besonders besorgniserregend. Die Zahl der christenfeindlichen Hassverbrechen habe sich von 135 im Jahr 2022 auf 277 im Jahr 2023 mehr als verdoppelt – ein erschreckender Anstieg von 105 Prozent. Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Fälle von Vandalismus und Sachbeschädigung nicht in den offiziellen Statistiken auftauchen würden.

Verschiedene Formen der Übergriffe
Vandalismus: 62 Prozent der dokumentierten Vorfälle
Brandstiftung
Bedrohungen
Körperliche Gewalt
Zunehmende Selbstzensur unter Christen

Besonders alarmierend sei die wachsende Selbstzensur unter Christen. Zum ersten Mal seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1953 würden mehr Christen angeben, bei der Äußerung ihres Glaubens vorsichtig sein zu müssen, als jene, die sich frei fühlen, darüber zu sprechen. Während 1981 noch 83 Prozent der Christen keine Hindernisse bei der Diskussion über ihren Glauben sahen, seien es heute nur noch 40 Prozent.

Diese Entwicklung zeigt deutlich, wie sehr unsere traditionellen christlichen Werte und unsere kulturelle Identität bereits unter Druck geraten sind. Die zunehmende Säkularisierung und der Versuch, christliche Traditionen aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen, sind äußerst bedenklich.
Politische Dimension

Besonders kritisch sei zu sehen, dass einige europäische Regierungen durch ihre Politik die religiösen Freiheiten weiter einschränken würden. Von Verboten religiöser Prozessionen bis hin zu Verurteilungen wegen stillen Gebets vor Abtreibungskliniken – die Beispiele für staatliche Eingriffe in die Religionsfreiheit häufen sich. Diese Entwicklung werfe ernsthafte Fragen über den Zustand der Religionsfreiheit in Europa auf.

Regina Polak, OSZE-Sonderbeauftragte für die Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung, bezeichne die antichristlichen Hassverbrechen als eine „Botschaft der Ausgrenzung“, die nicht nur die Opfer, sondern die gesamte Gesellschaft betreffe. OIDAC-Geschäftsführerin Anja Hoffmann fordere die Regierungen auf, proaktivere Maßnahmen zum Schutz christlicher Gemeinschaften zu ergreifen.

FLUCHT VOR CHRISTENVERFOLGUNG? Diese Länder bieten noch echte Religionsfreiheit!

Die Situation für Christen in Europa wird immer bedrohlicher. In unserem kostenfreien Ratgeber erfahren Sie, welche Länder noch echte Religionsfreiheit garantieren und wie Sie eine Auswanderung optimal planen können. Erhalten Sie wertvolle Tipps für einen Neuanfang in Sicherheit und Freiheit.
Tragen Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein und erhalten Sie unseren kostenlosen Ratgeber in wenigen Sekunden per E-Mail zugeschickt!

Advent

0

Mit dem ersten Adventsonntag am 1. Dezember beginnt nicht nur die vorweihnachtliche Adventzeit, sondern auch ein neues Kirchenjahr. Der Advent gilt als eine Zeit der Stille und Besinnung. Für Christen ist er die Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Das Wort kommt vom lateinischen „adventus“ und bedeutet „Ankunft“. Christen verbinden damit die Erinnerung an die Geburt Jesu in Bethlehem und das Erwarten seiner Wiederkunft am Ende der Zeit.

Seinen Ausdruck in Gottesdiensten findet der Erwartungscharakter vor Weihnachten in den Lesungen: Häufig werden an den vier Adventsonntagen Texte aus dem Alten Testament verwendet, die die Ankunft des Erlösers prophezeien. Die gleiche Symbolik hat auch der Adventkranz. Die vier Kerzen symbolisieren das Kommen des „Lichts der Welt“. Die Zweige immergrüner Tannen – so auch der Weihnachtsbaum – stehen für das ewige Leben.

Die Erwartung der Rückkehr Jesu als Weltenrichter am Ende der Zeiten verbindet die Adventzeit auch mit einem Bußcharakter. Äußere Zeichen hierfür sind die violetten Messgewänder und die violetten Bänder, die sich oft an Adventkränzen finden.

Die Länge der Adventzeit hat sich im Laufe der Geschichte gewandelt. Während man im 5. Jahrhundert in Jerusalem nur einen einzigen Adventsonntag feierte, hat Papst Gregor der Grosse (590-604) die Zahl der Adventsonntage auf vier festgelegt. Die sich über vier Sonntage erstreckende Adventzeit wurde erst 1570 durch Papst Pius V. allgemein verbindlich. Nur in der Erzdiözese Mailand werden auch heute noch sechs Adventsonntage gefeiert.

Die jeweiligen Sonntage im Advent haben eine je eigene Bedeutung. Am 1. Advent wird der Wiederkunft Christi am Jüngsten Tag gedacht. Der zweite Adventsonntag dient der Vorbereitung auf den kommenden Erlöser. Die Gestalt Johannes des Täufers steht am dritten Adventsonntag im Mittelpunkt, während der letzte Sonntag vor Weihnachten Maria gewidmet ist.

Wird Synodalität der Kirche wählerisch und (un)bequem interpretiert?

0

Ein sehr konkretes Ereignis der im Oktober beendeten Weltsynode der Kirche ist zum Beispiel eine Synode in der Diözese. Das Schlussdokument schlägt vor, alle drei bis fünf Jahre eine solche Synode abzuhalten. Auf diese Weise gibt es eine Plattform, auf der der Bischof seiner Kirche gegenüber Rechenschaft ablegen kann. Bei der Synodalität geht es um Transparenz und Rechenschaftspflicht. Ihr Endziel ist jedoch dasselbe wie der Auftrag der Kirche: die Evangelisierung. Wann und wo in der Schweiz ist die erste Bistumssynode geplant?

Auf der Webseite der Schweizer Bischofskonferenz gibt es keine spezifischen Informationen über den genauen Zeitpunkt oder den Ort der ersten Bistumssynode in der Schweiz. Die Informationen dazu fehlen auch in jeweiligen Medienberichten, als ob dues weniger wichtig wäre als Frauendiakonat oder die bereits geplante Senkung der Anstellungsbedingungen zur Arbeit in der Kirche. Theologiestudium soll demzufolge nicht mehr notwendig sein, auch die religöse Beheimatung darf fehlen. Was schon jetzt oft Ausnahme bildete, wird nun zur offiziellen Waffe im Kampf gegen den Glauben in der Kirche und paradoxerweise von der Kirche selbst eingesetzt werden.
Ich empfehle, die offizielle Website der Bischofskonferenz oder die entsprechenden Diözesen zu konsultieren, um aktuelle Informationen zu erhalten. Wenn du weitere Fragen hast oder mehr über das Thema Synodalität erfahren möchtest, stehe ich dir gerne zur Verfügung!

Wundertätige Medaille – Hilfe in schwierigen Zeiten… wie heute

0

Vor genau 194 Jahren, am 27. November 1830, im Pariser Kloster der Barmherzigen Schwestern von St. Vinzenz von Paul in der Rue du Bac 140 erschien die Heilige Jungfrau Maria einer bescheidenen Novizin, Catherine Laboure, die sie anwies, die von ihr offenbarte Wundertätige Medaille zu prägen und zu verteilen. Maria erklärte schnell ihre Absichten: Allen, die es tragen, werden große Gnaden zuteil, besonders wenn sie es um den Hals tragen.

Sie hatte grosse Demut. Sie hat diese Tugend bewusst perfektioniert. Es genügt zu sagen, dass keine der bei ihr lebenden Schwestern wusste, dass die Heilige Mutter ihr die Aufgabe anvertraut hatte, den Menschen die Wundertätige Medaille zu verleihen. Erst ein halbes Jahr vor ihrem Tod brach sie ihr Schweigen und vertraute ihr Geheimnis ihrem Vorgesetzten an.

Die Bekehrung von Alfonso Regensburg

Eines der berühmtesten Ereignisse, das Mitte des 19. Jahrhunderts besondere Aufmerksamkeit auf die Wundertätige Medaille lenkte und fast die ganze Welt bewegte, war die Konversion von Alfonso Ratisbonne zum Katholizismus, der aus einer Familie jüdischer Bankiers stammte.

Roberto de Mattei: Wie das Eingreifen Unserer Lieben Frau den Juden Alphonso Regensburg bekehrte

Gemäss der traditionellen katholischen Theologie besteht eine sehr tiefe und enge Verbindung zwischen Unserer Lieben Frau und der Kirche – dem mystischen Leib Christi. Aufgrund des Willens Gottes ist die universelle Mittlerschaft Mariens für die Heiligung und Erlösung des Menschen in der Regel ebenso notwendig wie die Mittlerschaft der Kirche. Und da der Kirche die Aufgabe übertragen wurde, die Wahrheiten des Glaubens zu schützen und zu verbreiten (und ihre Integrität und Makellosigkeit zu bewahren), wurde Unserer Lieben Frau die Aufgabe übertragen, den Teufel zu bekämpfen und zu besiegen, den größten Inspirator und Verteidiger aller Irrtümer und Häresien (wie Pius XII. erwähnt in der Enzyklika Mystici Corporis Christi ).

Ritterzeichen. Der heilige Maximilian und die Wundertätige Medaille

Anlässlich des Festes der Heiligen Jungfrau Maria von der Wundertätigen Medaille ist daran zu erinnern, dass der hl. Maksymilian Maria Kolbe. Für den berühmten „Verrückten der Unbefleckten Empfängnis“ war dieses Medaillon ein tägliches Zeichen der Anwesenheit und des Schutzes der Unbefleckten Jungfrau. Maria sagte während der Erscheinung vor St. Katharina, dass jedem, der diese Medaille mit Zuversicht trägt, große Gnaden entgegengebracht werden. Pater Kolbe ist ein Musterbeispiel für die Wahrhaftigkeit der Worte Unserer Lieben Frau .

5 Gründe, warum ich die Wundertätige Medaille trage

Amy Brooks – eine bekannte katholische Bloggerin – ermutigt die Leser ihrer Website, die Wundertätige Medaille zu tragen, die auf den mystischen Visionen des Heiligen basiert. Catherine Labouré aus dem 19. Jahrhundert. Es ist ein beliebter Devotionaliengegenstand, der mit Wundern und Bekehrungen in Verbindung gebracht wird und seit vielen Jahren von zahlreichen Katholiken in Polen getragen wird. Tragen Sie die Wundertätige Medaille?

Epidemie… Zeit zur Bekehrung!

Als die ersten Medaillons hergestellt wurden, brach in Paris eine schreckliche Cholera-Epidemie aus. Die Pest begann am 26. März 1832 Frankreich zu verwüsten und dauerte bis Mitte des Jahres. Bereits am 1. April starben 79 Menschen, am 2. April 168; am nächsten Tag – 216. Die Zahl der Opfer stieg alarmierend an und erreichte am neunten Tag der Epidemie 861 Menschen. Nach offiziellen Angaben starben zu diesem Zeitpunkt insgesamt 18.400 Menschen, es wird jedoch angenommen, dass diese Zahlen unterschätzt wurden, um eine Panik zu vermeiden, die in der Bevölkerung ausbrechen könnte. Am 30. Juni begannen Nonnen des Klosters der Töchter der Barmherzigkeit, 1.500 Medaillons an die von der Epidemie betroffenen Menschen zu verteilen. Die Epidemie klang innerhalb kürzester Zeit ab.

Ohne Sünde empfangen, Jungfrau Maria

In dieser Situation, als die überwiegende Mehrheit der Hierarchen positive Meinungen äußerte, begann der Papst mit der Ausarbeitung einer Entwurfsbulle und verkündete dann am 8. Dezember 1854 endgültig das Dogma, Maria vor der Erbsünde zu bewahren. Die katholische Welt wurde bereits von Unserer Lieben Frau selbst auf dieses wunderbare Ereignis, die Verkündigung des Dogmas, vorbereitet! Sie war es, die 1830 während der Erscheinungen im Pariser Kloster in der Rue du Bac den Barmherzigen Schwestern die Heilige empfahl. Catherine Laboure verteilt die Wundertätige Medaille mit der berühmten Anrufung: O Maria, ohne Sünde empfangen, bete für uns, die wir Zuflucht zu Dir nehmen!

Eine besorgte Mutter weint um alles

Seit er der Welt während der Erscheinungen im Jahr 1830 die wunderbare Waffe der Wundertätigen Medaille darbrachte, hat St. Catherine Labouré in Paris, über die schockierenden Prophezeiungen, die sie in La Salette sprach, über die ermutigenden Ankündigungen von Siegen und endlosen Wundern in Lourdes bis hin zu den tragischen und hoffnungsvollen Geheimnissen von Fatima und den Erscheinungen in Akita, Japan, erfüllt von der Drohung des Unvermeidlichen Maria hört nie auf, die Welt zur Umkehr aufzurufen und sagt den Sieg seines Unbefleckten Herzens nach der Strafe voraus.

Hilfe, die vom Himmel kam

Ich bin Mutter eines 27-jährigen Sohnes, mit dem ich lange Zeit viele Probleme im Alltag hatte. Er begann sein Leben mit einer geschiedenen Frau, die zwei Kinder hatte. Ich habe dies sehr erlebt und inständig für seine Rückkehr in ein gutes Leben und für die Abkehr vom schlechten Weg gebetet. Ich vertraue voll und ganz darauf, zu Unserer Lieben Frau von der Wundertätigen Medaille zu beten. Mein Sohn war oft auf Geschäftsreisen. Ich habe die Wundertätige Medaille in seine Reisetasche gesteckt, ohne dass er es wusste. Als er von seiner Reise nach Hause kam, fragte er mich, wer das Medaillon in seine Tasche gesteckt habe. Ich antwortete, dass ich es getan habe, damit er zur Besinnung komme und Gott nicht noch einmal beleidige. Ich war erstaunt, als er vor meinen Augen dieses Medaillon an einer Silberkette um den Hals hängte und es ständig trug. Zu meiner großen Freude hat mein Sohn mit dieser Frau Schluss gemacht und ich danke der Unbefleckten Empfängnis für diese Gnade.

Russisches Gas und Öl dürfen nicht Europas Werte sein

0

Lemberger Ordensmann P. Stanchyshyn fordert Umdenken Europas und auch des Vatikans hinsichtlich Putins Angriffskrieg auf die Ukraine – „Keine Versöhnung ohne Reue möglich“. Als einen „Kampf um Freiheit, Würde und Demokratie – Werte, die Europa und die Ukraine verbinden“ bezeichnet der ukrainische Jesuit P. Mykhailo Stanchyshyn den nun bereits 1.000 Tage dauernden Angriffskrieg Russlands auf sein Heimatland. Angesichts des immensen Leids, welche der Krieg verursacht habe, sei ein Umdenken Europas und auch des Vatikans hinsichtlich der Einschätzung Russlands und der möglichen Wege zum Frieden vonnöten: „Russisches Gas und Öl dürfen nicht die Werte Europas sein“, forderte der Ordensmann in einem aktuellen Interview mit dem Medienbüro der Österreichischen Ordenskonferenz.

In einem auf Facebook veröffentlichten Brief hatte der katholische Priester auch Papst Franziskus kritisiert. Dessen Aufruf zur Versöhnung komme verfrüht, da wichtige Vorbedingungen dafür wie echte Reue und Wiedergutmachung nicht stattgefunden hätten. „Wer von Versöhnung spricht, sieht die frischen Wunden nicht, die täglich gerissen werden. Die Mutter, die ihren Mann und den Vater ihrer Kinder begraben hat, will keine Versöhnung hören, wenn keine Reue gezeigt wird“, so P. Stanchyshyn. Ein tieferes Verständnis für die Realität in der Ukraine sei somit in Europa und auch vom Vatikan vonnöten.

Die Wurzeln des Krieges lägen durchaus auch im Umgang Europas mit Russland in den vergangenen Jahrzehnten, sei dessen Präsident Wladimir Putin doch lange „hofiert“ oder als „Demokrat“ bezeichnet worden – letzteres etwa vom ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder unmittelbar nach den Tschetschenienkriegen. Dies habe laut dem Jesuiten Putin in seinem Handeln bestärkt. Er wolle mit dem Krieg erreichen, „dass das Ukrainische aufhört zu existieren, aber er hat sich verschätzt. Die Ukraine lebt – und kämpft“, so der Geistliche, der sich von einem weiter bestehenden „unerschütterlichen Willen der Ukrainer“ beeindruckt zeigte.

Freilich: Die Situation in der Ukraine sei im angebrochenen dritten Kriegswinter erbärmlich und schlimmer denn je. 1.000 Tage Angst durch ständige Bombenalarme und Flucht in die Dunkelheit der Keller oder U-Bahnstationen habe die Bevölkerung schwer gezeichnet, besonders die Kinder und Jugendlichen. „Viele Kinder fingen mit zehn oder zwölf Jahren wieder an, ins Bett zu machen, weil sie ständig Angst hatten“, berichtete P. Stanchyshyn. Er selbst leide bis heute an Schlafstörungen, nachdem er die Explosion einer Bombe direkt vor seiner Wohnung im April 2022 – der Priester war damals im mehrmonatigen humanitären Hilfseinsatz in Charkiw – glücklich überlebte.

Während man im Westen oft an die seit Februar 2022 getöteten Zivilisten denkt – offiziellen Zahlen zufolge über 12.000 – sind für den Ordensmann besonders auch die getöteten Soldaten relevant. Über 70.000 Gefallene gebe es auf ukrainischer Seite, dazu 300.000 Schwerverwundete. „Es sind meine Brüder, die ihr Leben für unsere Freiheit gegeben haben“, so der Jesuit. Westlichen Schätzungen zufolge könnte die Zahl jedoch auch über 80.000 ukrainische Gefallene und eine halbe Million Verwundete betragen, auf russischer Seite belaufen Schätzungen auf 115.000 gefallene Soldaten. Allein am Lemberger Friedhof gebe es 1.000 neue Gräber, berichtete P. Stanchyshyn.

Wie groß das seelische Leid der Menschen sei, erlebe er als geistlicher Begleiter tagtäglich, so der Lemberger Priester weiter. Eine Mutter habe ihm gesagt: „In was für einer Zeit leben wir eigentlich, dass eine Mutter sich freut, eine Leiche begraben zu können?“ Hintergrund sei, dass Familien sonst oft nur knapp über den Tod ihrer Männer, Väter oder Söhne benachrichtigt würden. Von einer anderen Frau habe er zu hören bekommen, sie sähe ohne ihre kleinen Kinder keinen Grund mehr zum Weiterleben. „Ich höre zu, bleibe bei ihnen und wische die Tränen ab“, so der Priester über den Umgang mit den trauernden Hinterbliebenen. (Quelle: kathpress)

Kirche in Luzern: Ein virtueller Jesus nimmt hier die Beichte ab

0

Statt des Pfarrers befindet sich ein Computer im Beichtstuhl der Peterskapelle in Luzern. Die Kunstinstallation sorgt für gemischte Reaktionen. „Deus in machina“ ist eine Kunstinstallation eines Teams der Hochschule Luzern.
Eine kleine Kapelle in Luzern wirkt wie ein typisches Gotteshaus, wie man es in Kleinstädten und Dörfern überall in Europa findet. Doch in der Peterskapelle freut man sich seit einigen Monaten über immer mehr Besucher. Unter ihnen sind nicht nur gläubige Katholiken, sondern auch technikinteressierte Menschen, die dem bescheidenen Kirchlein einen Besuch abstatten. Im Inneren kann man nämlich beichten, und zwar Jesus gegenüber oder zumindest demgegenüber, wie sich die Software der Künstlichen Intelligenz vorstellt, dass Jesus gesprochen hätte.

Den Platz im Beichtstuhl nimmt ein Gaming-PC ein, der gekrümmte Monitor hängt vor dem Gitter zum Beichtenden. Bevor man aber die Beichte ablegen kann, fragt der KI-Jesus nach dem Einverständnis zur Datenverarbeitung und warnt in sehr weltlicher Sprache davor, dass man keine persönlichen Daten preisgeben soll. Datenschutz muss schliesslich sein.

Gegenfragen statt Antworten
In einem TV-Beitrag auf Deutsche Welle (DW) wird der KI-Avatar mit der Frage konfrontiert, warum Frauen kein Priesteramt bekleiden dürfen. Der Digitaljesus gibt sich in der Antwort zwar bibelfest, weicht aber der Frage dann doch aus und spricht über die Rollenverteilung in der Kirche und stellt gleich eine Gegenfrage.

Die Kirchenbesucher stellen dem KI-Jesus dennoch ein gutes Zeugnis aus: Die Antworten waren hilfreich, berichten zwei Damen. Eine Kirchenbesucherin fühlt sich gar von der KI verstanden und berichtet von einem Gefühl der Erleichterung, als sie den Beichtstuhl verlassen hat. Die Verständigung mit dem Messias aus Bits und Bytes sollte den meisten Menschen nicht schwerfallen: Der digitale Heiland spricht die nahezu biblisch anmutende Zahl von 100 Sprachen.

„Deus in machina“
Bei dem KI-Jesus handelt es sich aber nicht um einen Versuch der katholischen Kirche, eine neue Zielgruppe an besonders technologieaffinen Schäfchen heranzuziehen. Tatsächlich ist die Software Teil einer Kunstinstallation mit dem Namen „Deus in machina“. Erdacht hat die Installation ein Team des Immersive Realities Lab der Hochschule Luzern. Der digitale Gottessohn soll weniger Lebensratschläge geben, denn zum kritischen Nachdenken über Grenzen von Technologie im Kontext von Religion anregen.

Laut dem Bericht gegeben zwei Drittel der Beichtenden an, dass sie mit einer „spirituellen Erfahrung“ aus dem Beichtstuhl kommen. Marco Schmid ist theologischer Mitarbeiter der Peterskapelle. Er ist mit dem Einsatz des KI-Jesus zufrieden und sieht in ihm gar eine Möglichkeit für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Seelsorge.

Im Gästebuch der Kapelle wird aber Kritik laut, und ein anonymes Schäfchen warnt vor den Folgen des Einsatzes Künstlicher Intelligenz in der Peterskapelle. Die Macher hingegen bezeichnen ihr Werk als „himmlisches Hologramm“.

Pannen
Die Versuche, religiöse Spiritualität mit Künstlicher Intelligenz zu kombinieren, gingen in der Vergangenheit nicht immer gut aus. So veröffentlichte im Mai 2024 eine katholische Organisation aus den USA einen animierten Pfarrer. Father Justin trug ein typisches schwarzes Gewand, einen weißen Kragen, Seitenscheitel und Vollbart, vor einem Hintergrund, der wohl an antike römische Gebäude erinnern sollte. Binnen kürzester Zeit erwies sich Justin als religiöser Hardliner, der Selbstbefriedigung als „schwere moralische Störung“ bezeichnete und vorschlug, man möge Kinder mit Energydrinks taufen. Nach nur wenigen Tagen wurde Father Justin seines Amts enthoben und von seinen Entwicklern zum Laientheologen degradiert. Online ist er allerdings immer noch.

Über die Einstellung des Luzerner KI-Jesus zu Themen wie Selbstbefriedigung oder dem korrekten Taufen von Kindern ist übrigens nichts bekannt. (Quelle:pez, 20.11.2024)

Kritische Punkte zur Kirchgemeindeversammlung Gebentorf-Turgi am 26. 11. 2024

0

Vorwort: Wie in den letzten Jahren ist es mir auch für die kommende Kirchgemeindeversammlung, die am 26. November stattfinden wird, wichtig, einen Kommentar zur aktuellen Situation zu schreiben. Wie immer werde ich diesen Kommentar nicht mit subjektiven Meinungen füllen, sondern mit Fakten, die für jedermann nachvollziehbar sind.
Jahresbericht des Präsidenten:
– Andreas Zillig schreibt in seinem Bericht von der Eröffnung des Pastoralraums, dass das «Schiff» Pastoralraum Fahrt aufgenommen hat. Auf administrativer Seite sind Bemühungen sichtbar, die Zusammenarbeit der beiden Kirchenpflegen zu intensivieren. Konkret bedeutet dies jedoch mehr Sitzungen und mehr bürokratischen Aufwand. Auf der pastoralen Seite sind bisher keine Früchte dieser Zusammenarbeit erkennbar. Die jetzige Zusammenarbeit auf pastoraler Ebene ist nicht intensiver als vor 10 Jahren. Es ist nicht nachvollziehbar, dass ein Pastoralraum gegründet wurde, ohne sich zu überlegen, welche konkrete Zusammenarbeit man wirklich anstrebt. Die Folge ist eine Zunahme an administrativem Aufwand, ohne einen Mehrwert für die Gläubigen zu generieren.
– Andreas Zillig thematisiert die Kirchenaustritte, die seiner Ansicht nach deutlich zurückgegangen sind. Frau Hilde Seibert, Herr Dr. Hollinger und Herr Andreas Zillig waren diejenigen, die der früheren Kirchenpflege vorgeworfen haben, durch ihr Handeln Kirchenaustritte zu verursachen. Betrachtet man die Kirchenaustrittsstatistik auf Seite 26 des Kirchgemeindebüchleins, so wird schnell klar, dass seit Anfang 2022, als die jetzige Kirchenpflege mithilfe des Einschreitens der Landeskirche das Ruder übernommen hat, keine Abnahme der Kirchenaustritte erfolgt ist. Auch im laufenden Jahr sind ca. 100 Kirchenaustritte zu erwarten, rechnet man die 72 bisherigen Kirchenaustritte auf das ganze Jahr hoch. Bei rund 2200 Kirchgemeindebürger bedeutet dies, dass wieder rund 4.5% der Kirchgemeindemitglieder austreten werden.
Jahresbericht der Seelsorge:
Ich möchte auch dieses Jahr den Priestern meinen Dank aussprechen, dass sie Eucharistiefeier anbieten und nicht den gleichen destruktiven Weg gehen, den viele Pfarreien im Bistum Basel beschreiten, indem Wortgottesdienste die Eucharistiefeier verdrängen. Schade finde ich es jedoch, dass der ganze Bericht sich nur um Strukturen dreht, die aufgebaut werden sollen, ohne dass Gedanken vorgestellt werden, wie das Pfarreileben in den drei Dörfern neu belebt werden kann. Der Bericht zeichnet das Bild einer Kirche, die mit sich selbst beschäftigt ist. Daher ist es auch nicht erstaunlich, dass die «Aufarbeitung der jüngsten Geschichte mit ihren belastenden Nachwirkungen» als Herausforderung dargestellt wird. Es gibt in Gebenstorf und Turgi viele Menschen, junge und ältere, die offen sind für den Glauben und Freude an Pfarreianlässen hätten. Die vielen Menschen, die früher die Familienfeste, die Heiligen Messen mit musikalischer Umrahmung oder die religiösen Vortragsabende besucht haben, zeigen, dass es für den katholischen Glauben weiterhin eine Offenheit gibt. Ich erachte es als einen grossen Fehler, dass Pfarrer keinen Religionsunterricht geben, da sie dadurch die grosse Chance verpassen, mit Kindern und Jugendlichen und deren Familien in Kontakt zu kommen (auch finanziell ist es ein Mehraufwand für die Kirchgemeinde, wenn die beiden hauptamtlichen Seelsorger keinen Religionsunterricht geben. Dies gab es in unserer Kirchgemeinde nie). Die Zusammensetzung des sogenannten Pastoralraumrates, bei dem fünf von sieben Mitglieder Angestellte der Kirchgemeinde sind, und die anderen beiden ehemalige Mitglieder des Pfarreirats Turgi waren, ist das Resultat dieses fehlenden Kontakts mit der normalen Bevölkerung. Zudem stellt sich für mich die Frage, weshalb es keine aktiven Pfarreiräte mehr in den Pfarreien gibt. In der ganzen Kirche wird momentan von Synodalität geredet. Das Gremium, welches diese Synodalität am stärksten verkörpert, ist der Pfarreirat, der in den einzelnen Pfarreien die Stimme der Gläubigen wiedergibt. Wenn es de facto keine Pfarreiräte gibt und der übergeordnete Pastoralraum mehrheitlich aus Angestellten besteht, dann betreibt man genau das Gegenteil von Synodalität.

Bau und Liegenschaften:
Ich habe grosses Verständnis dafür, dass man Investitionen aufschiebt, da die finanzielle Situation so unsicher ist. Kein Verständnis habe ich dafür, dass man so viel Energie der Ludwigskapelle widmet, die als Friedhofskapelle gar keinen Einfluss auf das Pfarreileben hat. Die frühere Kirchenpflege und die Pfarreiräte (die es damals noch gab) haben ebenfalls Tausende von Stunden Freiwilligenarbeit geleistet, die jedoch für die Organisation von Pfarreifesten, spontanen Apéros für die Gläubigen, musikalischen Umrahmungen und vielen anderen Anlässen genutzt wurden. Die Pfarrei Turgi wird momentan völlig vernachlässigt. Die Pfarreianlässe haben gegenüber früheren Jahren massiv abgenommen. Wenn nun davon gesprochen wird, die Ludwigskapelle für ein Begegnungs- oder Meditationszentrum zu nutzen, dann frage ich mich, welche Pläne man mit der Christkönigskirche Turgi hat, die zurzeit von der eigenen Seelsorge fast nie genutzt wird. Weiter ist es ein Novum, dass die Kirchgemeinde, die Steuergelder einnimmt, die Kirchgemeindebürger zu Spenden aufruft. Spendengelder können an die Pfarrei gehen, jedoch nicht an die Kirchgemeinde. Hier findet eine Vermischung von Finanzierungsarten statt, die höchst bedenklich ist.
Rechnung 2023:
Die Rechnung schliesst mit einem Defizit von rund 60000 Franken ab. Zu bemerken ist hier, dass der Einbruch der Steuereinnahmen sich bereits Anfang 2023 abzeichnete, als der Kirchenpflege bekannt wurde, dass die Steuereinnahmen 2022 stark gesunken sind. Man hätte daher im Verlauf des Jahres 2023 Sparmassnahmen ergreifen können, um dieses hohe Defizit zu senken. Gespart wurde im Jahre 2023 nur am Unterhalt der Gebäude und am Pfarreileben. Das Konto 329.314 (Unterhalt Grundstücke und Hochbauten) wurde um 55000 Franken und das Konto 351.324 (Pfarreiaktivitäten) um 16000 Franken nicht ausgeschöpft. Wie bereits erwähnt habe ich Verständnis dafür, dass man bei den Liegenschaften zurückhaltend agiert. Es wäre aber notwendig, ehrlich zu sein und den Stimmbürgern mitzuteilen, dass der Grund für diese Unterschreitung nicht Kostendisziplin, sondern Passivität ist. Aus Erfahrung weiss man auch, dass die Kosten in diesem Posten nur aufgeschoben, jedoch nicht aufgehoben sind. Traurig ist, dass an den Pfarreianlässen gespart wurde. Die Kirchgemeinde hat immer noch Steuereinnahmen von mehr als 950000 Franken, von denen nur etwas mehr als 0.6 % für Pfarreianlässe verwendet wurden. Auch die budgetierten 22000 Franken, die rund 2.3% der Steuereinnahmen entsprochen hätten, wären im Verhältnis zu den Löhnen der Angestellten und der administrativen Ausgaben nicht hoch. Wenn diese budgetierten Ausgaben in diesem Konto nur zu einem Viertel genutzt werden, verdeutlicht sich noch einmal das Bild einer Kirche, die nur für sich selbst da ist.
– Die Lohnzahlungen an Diakon Peter Daniels haben keine rechtliche Grundlage, wie ich in früheren Kommentaren ausgeführt habe. Die frühere Finanzkommission hat damals abgeklärt, ob ein Anspruch besteht, was verneint wurde. Die Zahlung stellt daher eine reine Gefälligkeit dar.

Budget 2025:
Die Kirchenpflege weiss seit zwei Jahren, dass die Steuereinnahmen rapide sinken. Wie ich bereits in früheren Kommentaren erwähnt habe, ist es nicht die Schuld der jetzigen Kirchenpflege, dass die Steuern eingebrochen sind. Die meisten Kirchgemeinden im Bistum Basel haben durch Kirchenaustritte und eine Überalterung der Kirchgemeindebevölkerung solche Einbrüche erfahren. Ich kritisiere jedoch die beispielslose Passivität, welche die Kirchenpflege und die Finanzkommission an den Tag legen. In einer früheren Kirchgemeindebroschüre war von einer Sparkommission die Rede, was ich bereits damals kritisiert habe, da es die Aufgabe der gewählten Gremien ist, Einsparungen vorzunehmen. Nun scheint man sogar von dieser Idee abgekommen zu sein und steuert fatalistisch die Kirchgemeinde zugrunde. Die einzigen Sparmassnahmen, die getroffen werden, gehen zu Lasten der Gläubigen. So wird weniger Geld für die Pfarreiaktivitäten budgetiert und die sehr gute Organistin, die in der Pfarrei Turgi wirkte, ist entlassen worden, was beim Konto 350.302 Besoldung Organisten/Dirigenten zu einer Senkung führt. Die wirklich heissen Eisen bleiben jedoch unberührt, da man sich nicht traut, empfindliche Sparmassnahmen einzuleiten. Die Folge ist, dass die Kirchgemeinde im Jahre 2025 ein Defizit von 100000 Franken aufweist und auch im laufenden Jahr 2024 wohl einen Aufwandsüberschuss von 100000 Franken erleiden wird. Das bedeutet, dass die neue Kirchenpflege in drei Jahren (2023,2024,2025) seit ihrer Verantwortungsübernahme mehr als 250000 Franken Eigenkapital der Kirchgemeinde aufbrauchen wird. Persönlich glaube ich, dass es aufgrund höherer Aufwände und tieferen Steuern eher 300000 Franken sein werden.

Zukunft der Kirchgemeinde:
Der Finanzplan geht davon aus, dass bereits Ende 2026 das Eigenkapital negativ sein wird. Spätestens Ende 2026 wird daher die Kirchenpflege gezwungen sein, massive Einsparungen vorzunehmen. Da die Amtsdauer der jetzigen Kirchenpflege 2026 endet, kann ich mir gut vorstellen, dass die jetzigen Mitglieder nicht mehr kandidieren werden und man im Hinblick auf die negative Finanzsituation eine Zwangsverwaltung der Kirchgemeinde durch die Landeskirche anstreben wird. Die Folge wird sein, dass das Pfarreileben gänzlich auf Gebenstorf konzentriert wird und Liegenschaften in Turgi verkauft werden,
um die Finanzen zu sanieren. Die Idee, die Kirchgemeinde einer Zwangsverwaltung zu unterstellen, ist bereits in früheren Jahren bei einigen Mitgliedern der jetzigen Kirchenpflege sehr populär gewesen. Für die Gläubigen wäre dies jedoch katastrophal, da die Zwangsverwaltung erstens kostspielig ist und zweitens riesige Einschnitte ins lokale Pfarreileben bedeuten würde.
Ich habe in früheren Kommentaren immer wieder betont, dass man eine Gemeinschaft nicht auf Hass aufbauen kann. Mit Hass haben die jetzigen Kirchenpfleger und andere Mitglieder der Kirchgemeinde die damalige Kirchenpflege und den verantwortlichen Priester bekämpft und eine Contra-Gemeinschaft geschaffen, die gar keine positiven Pläne für die Zukunft der Pfarreien hat. Mit einem reinen Negativprogramm, das gegen alles Neue, Fremde und nicht «Einheimische» gerichtet ist, schaffte man es, Menschen zu mobilisieren. Nun steht man jedoch vor Problemen, die nicht mehr durch Hass gelöst werden können. Ich möchte alle Kirchgemeindemitglieder, die ein ehrliches Interesse an den beiden Pfarreien Gebenstorf und Turgi haben, auffordern, nun Lösungen zu finden, die nicht einen Totalabbruch des lokalen Pfarreilebens zur Folge haben. Auch ich bin dafür, dass man die Zusammenarbeit innerhalb und ausserhalb der drei Pfarreien fördert. Auch kann es sein, dass es in Zukunft tatsächlich erforderlich wird, eine Zentrumspfarrei in Gebenstorf zu bilden und die Pfarreien Birmenstorf und Turgi aufzuheben. Bevor jedoch dieser Schritt gewählt wird, sollten alle anderen Möglichkeiten in Erwägung gezogen werden. Jetzt bleibt noch genügend Zeit dazu. /Daniel Ric/

DIE SIEBEN SÜNDEN GEGEN DEN HEILIGEN GEIST: EINE SYNODALE TRAGÖDIE von Gerhard Kardinal Müller

0

Wer ein Ohr hat, hört, was der Geist den Gemeinden sagt“ (Offenbarung 2,11). Diese Bibelstelle wird häufig zitiert, um eine sogenannte „Synodalkirche“ zu rechtfertigen, ein Konzept, das dem katholischen Kirchenverständnis zumindest teilweise, wenn nicht sogar vollständig widerspricht. Fraktionen mit ultralateralen Motiven haben das traditionelle Prinzip der Synodalität gekapert, das heißt die Zusammenarbeit zwischen Bischöfen (Kollegialität) und zwischen allen Gläubigen und Hirten der Kirche (basierend auf dem gemeinsamen Priestertum aller in den Glauben Getauften), um ihre fortschrittliche Agenda voranzutreiben. Durch eine 180-Grad-Wendung sollen Lehre, Liturgie und Moral der katholischen Kirche mit einer neognostischen Woke-Ideologie vereinbar gemacht werden.

Ihre Taktiken sind denen der antiken Gnostiker bemerkenswert ähnlich, über die Irenäus von Lyon, der von Papst Franziskus zum Kirchenlehrer erhoben wurde, schrieb: „Durch ihre geschickt konstruierten Plausibilitäten [locken sie] den Geist der Menschen ab.“ unerfahren und nehmen sie gefangen. . . . Diese Männer verfälschen die Worte Gottes und erweisen sich als schlechte Interpreten des guten Wortes der Offenbarung. Mit fadenscheinigen und plausiblen Worten locken sie auf listige Weise die Einfältigen dazu, nachzuforschen [nach einem zeitgemäßeren Verständnis]“, bis sie nicht mehr in der Lage sind, „Falschheit von Wahrheit zu unterscheiden“ ( Against Heresies , Buch I, Vorwort). Direkte göttliche Offenbarung wird als Waffe eingesetzt, um die Selbstrelativierung der Kirche Christi akzeptabel zu machen („Alle Religionen sind Wege zu Gott“). Die direkte Kommunikation zwischen dem Heiligen Geist und den Synodenteilnehmern wird angeführt, um willkürliche Lehrzugeständnisse zu rechtfertigen („Ehe für alle“; Laienbeamte an der Spitze der kirchlichen „Macht“; die Ordination weiblicher Diakoninnen als Trophäe im Kampf für die Rechte der Frau). als Ergebnis einer höheren Einsicht, die alle Einwände der etablierten katholischen Lehre überwinden kann.

Doch wer unter Berufung auf die persönliche und kollektive Inspiration des Heiligen Geistes die Lehre der Kirche mit einer offenbarungsfeindlichen Ideologie und der Tyrannei des Relativismus in Einklang bringen will, macht sich in mehrfacher Hinsicht einer „Sünde gegen den Heiligen Geist“ schuldig. (Matthäus 12:31; Markus 3:29; Lukas 12:10). Dies ist, wie weiter unten in sieben verschiedenen Aspekten erläutert wird, nichts anderes als ein „Widerstand gegen die bekannte Wahrheit“, wenn „ein Mensch sich der Wahrheit widersetzt, die er zugegeben hat, um freier zu sündigen“ (Thomas von Aquin, Summa Theologiae II -II, q. 14, a.

1. Den Heiligen Geist als eine göttliche Person betrachten

Es ist eine Sünde gegen den Heiligen Geist, wenn man ihn nicht als die göttliche Person bekennt, die in Einheit mit dem Vater und dem Sohn der einzige Gott ist, sondern ihn mit der anonymen numinosen Göttlichkeit der vergleichenden Religionswissenschaft, dem kollektiven Volk, verwechselt dem Geist der Romantiker, der volonté générale von Jean-Jacques Rousseau, dem Weltgeist von Georg WF Hegel oder der historischen Dialektik von Karl Marx und schließlich mit dem Politischen Utopien, vom Kommunismus bis zum atheistischen Transhumanismus.

2. Jesus Christus als die Fülle der Wahrheit und Gnade betrachten

Es ist eine Sünde gegen den Heiligen Geist, wenn man die Geschichte des christlichen Dogmas als eine Entwicklung der Offenbarung umdeutet, die sich in fortschreitenden Bewusstseinsebenen in der kollektiven Kirche widerspiegelt, anstatt die unübertreffliche Fülle der Gnade und Wahrheit in Jesus Christus, dem Wort von, zu bekennen Gott ist Fleisch geworden (Johannes 1:14–18).

Irenäus von Lyon, der Doctor Unitatis , stellte ein für alle Mal gegen die Gnostiker aller Zeiten die Kriterien der katholischen Hermeneutik (d. h. der theologischen Erkenntnistheorie) auf: 1) Heilige Schrift; 2) apostolische Tradition; 3) die Lehrbefugnis der Bischöfe aufgrund der apostolischen Sukzession.

Gemäß der Analogie von Sein und Glauben können die offenbarten Wahrheiten des Glaubens niemals im Widerspruch zur natürlichen Vernunft stehen, sondern können (und tun dies auch) mit ihrem ideologischen Missbrauch kollidieren. Es gibt a priori keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse (die im Prinzip immer fehlbar sind), die die Wahrheiten der übernatürlichen Offenbarung und des natürlichen Moralgesetzes (die ihrer inneren Natur nach immer fehlbar sind) außer Kraft setzen könnten. Der Papst kann damit die Hoffnungen auf eine Veränderung der offenbarten Glaubenslehren weder erfüllen noch enttäuschen, denn „dieses Lehramt steht nicht über dem Wort Gottes, sondern dient ihm, indem es nur das Überlieferte lehrt“ ( Dei Verbum , 10) .

Das einzige und ewige Paradigma unserer Beziehung zu Gott bleibt immer das fleischgewordene Wort voller Gnade und Wahrheit (Johannes 1,14–18). Im Gegensatz zum intellektuellen Überlegenheitswahn der alten und neuen Gnostiker mit ihrem Glauben an die Selbsterschaffung und Selbsterlösung des Menschen behauptet die Kirche, dass die Person Jesu Christi die volle Wahrheit Gottes in einer unüberwindlichen „Neuheit“ sei alle Menschen (Irenäus von Lyon, Gegen Häresien , Buch IV, 34, 1). Denn: „In keinem anderen ist das Heil, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der den Sterblichen gegeben ist, durch den wir gerettet werden müssten“ (Apostelgeschichte 4,12).

3. Zur Einheit der Kirche in Christus

Es ist eine Sünde gegen den Heiligen Geist, wenn unter dem Vorwand der sogenannten Dezentralisierung die Einheit der Kirche in der Glaubenslehre der Willkür und Ignoranz lokaler Bischofskonferenzen (die sich angeblich in unterschiedlichem Tempo entwickeln) überlassen wird . Irenäus von Lyon sagt gegen die Gnostiker: „Obwohl sie über die ganze Welt verstreut sind, sogar bis an die Enden der Erde.“ . . Die katholische Kirche besitzt auf der ganzen Welt ein und denselben Glauben“ (Irenäus von Lyon, Gegen die Häresien , Buch I, 10, 1–3).

Die Einheit der Weltkirche „in Leib und einem Geist“ ist christologisch und sakramental begründet. Denn: „ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist“ (Eph. 4,5–6). Und es widerspricht derselben „Einheit des Geistes“ (Eph 4,3), die Träger der Gesamtmission der Kirche (Laien, Ordensleute und Geistliche) stattdessen in einen Kampf um „Macht“ im politischen Sinne zu verwickeln zu begreifen, dass der Heilige Geist ihre harmonische Zusammenarbeit bewirkt. Für jeden von uns: „in Liebe die Wahrheit sagen.“ . . Er muss in jeder Hinsicht zu dem heranwachsen, der das Haupt ist, zu Christus“ (Eph 4,15).

4. Den Episkopat als eine Institution göttlichen Rechts betrachten

Es ist eine Sünde gegen den Heiligen Geist, der durch das Sakrament der Priesterweihe Bischöfe und Priester zu Hirten der Kirche Gottes ernannt hat (Apostelgeschichte 20,28), um sie nach eigenem Ermessen abzusetzen oder sogar zu säkularisieren , ohne einen kanonischen Prozess. Objektive Kriterien für Disziplinarmaßnahmen gegen Bischöfe und Priester sind Abfall vom Glauben, Schisma, Häresie, moralisches Fehlverhalten, ein grob unspiritueller Lebensstil und offensichtliche Amtsunfähigkeit. Dies gilt insbesondere für die Auswahl künftiger Bischöfe, wenn der ohne sorgfältige Prüfung ernannte Kandidat „kein festes Verständnis des Wortes hat, das gemäß der Lehre ( sana doctrina ) vertrauenswürdig ist“ (Tit 1,9).

5. In Bezug auf das natürliche Sittengesetz und nicht verhandelbare Werte

Es ist eine Sünde gegen den Heiligen Geist, wenn Bischöfe und Theologen den Papst nur opportunistisch öffentlich unterstützen, wenn er ihre ideologischen Vorlieben unterstützt. Niemand kann schweigen, wenn er das Recht auf Leben jedes einzelnen Menschen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod verteidigt. Denn der Papst ist der höchste authentische Interpret des natürlichen Sittengesetzes auf Erden, in dem Gottes Wort und Weisheit im Dasein und Sein der Schöpfung erstrahlen (Johannes 1,3). Wenn das natürliche Sittengesetz, das im Gewissen eines jeden Menschen offensichtlich ist (Römer 2,14), nicht die Quelle und das Kriterium für die Beurteilung der (immer fehlbaren) Gesetze des Staates bildet, dann gerät die politische Macht ins Wanken in den Totalitarismus, der jene natürlichen Menschenrechte mit Füßen tritt, die die Grundlage jeder demokratischen Gesellschaft und jedes Rechtsstaates bilden sollten. Dies hat Papst Pius XI. in der Enzyklika „ Mit brennender Sorge“ (1937) gegen die formal rechtsgültigen Nürnberger Rassengesetze des deutschen Staates erklärt: „Im Lichte der Gebote dieses Naturgesetzes gilt alles positive Recht, wer auch immer Der Gesetzgeber kann an seinem moralischen Gehalt gemessen werden und damit an der Autorität, die er über das Gewissen ausübt. „Menschengesetze, die in eklatantem Widerspruch zum Naturgesetz stehen, sind mit einem Makel behaftet, den keine Gewalt, keine Macht heilen kann“ ( Mit brennender Sorge , 30).

6. Die Kirche als Sakrament der menschlichen Einheit betrachten

Es ist eine Sünde gegen den Heiligen Geist, wenn die politische und ideologische Spaltung der Gesellschaft seit der europäischen Aufklärung und der Französischen Revolution in eine restaurative oder revolutionäre Geschichtsphilosophie eingebunden und dadurch die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche gelähmt wird intern „progressive“ gegen „konservative“ Fakten ausspielen.

Denn die Kirche in Christus ist nicht nur das Sakrament der innigsten Gemeinschaft der Menschheit mit Gott, sondern auch Zeichen und Instrument der Einheit der Menschheit in ihrer natürlichen und übernatürlichen Bestimmung ( Lumen gentium , 1).

Die Unterscheidung der Geister erfolgt nicht im Hinblick auf politische Ziele, sondern theologisch im Hinblick auf die Wahrheit der Offenbarung, die in der unfehlbaren Glaubenslehre der Kirche dargelegt wird. Das objektive Kriterium des katholischen Glaubens ist also die Orthodoxie im Gegensatz zur Häresie (und nicht der subjektive Wille, kontingente kulturelle Aspekte zu bewahren oder zu verändern).

Mit Blick auf den bevorstehenden 1700. Jahrestag des Konzils von Nicäa (325) sollten wir uns folgendes Motto vor Augen halten: Lieber fünfmal mit dem Heiligen ins Exil gehen. Athanasius, den Arianern auch nur das geringste Zugeständnis zu machen.

7. In Bezug auf die übernatürliche Natur des Christentums, die sich seiner Instrumentalisierung für weltliche Zwecke widersetzt

Die aktuellste Sünde gegen den Heiligen Geist besteht darin, den übernatürlichen Ursprung und Charakter des Christentums zu leugnen, um die Kirche des Dreieinigen Gottes den Zielen und Zwecken eines weltlichen Heilsprojekts unterzuordnen, sei es die ökosozialistische Klimaneutralität oder die Agenda 2030 der „globalistischen Elite“.

Wer wirklich hören will, was der Heilige Geist der Kirche sagt, wird sich nicht auf spiritistische Inspirationen und aufgeweckte ideologische Plattitüden verlassen, sondern sein ganzes Vertrauen in Leben und Tod einzig und allein auf Jesus, den Sohn des Vaters und Gesalbten, setzen Einer vom Heiligen Geist. Er allein hat seinen Jüngern den Heiligen Geist der Wahrheit und Liebe für alle Ewigkeit versprochen: „Wer mich liebt, wird mein Wort halten, und mein Vater wird sie lieben, und wir werden zu ihnen kommen und bei ihnen wohnen.“ . . . Aber der Fürsprecher, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe“ (Johannes 14,23–26).

Gerhard Kardinal Müller ist ehemaliger Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre.